Hong Myung-bo trat als Chefcoach der koreanischen Männer-Nationalmannschaft zurück, nachdem diese den Knockout-Runde des Weltcups verpasste. Die Mannschaft hoffte, als eine der besten Drittplatzierten, in die nächste Runde einzuziehen, doch diese Erwartung zerbrach am Samstag. Die frühe Eliminierung löste eine breite Kritik im Inland aus, woraufhin Präsident Lee Jae-myung eine Untersuchung der Gründe für die enttäuschende Leistung forderte.
Hong entschuldigte sich gegenüber den Fans am Sonntag und erklärte, die Verantwortung für die Ergebnisse läge «vollumfänglich bei ihm als Chefcoach». Die Mannschaft erreichte im Weltcup nur Platz 32 in den FIFA-Ranglisten und verlor zwei Spiele sowie einen Sieg. Die Niederlage gegen Südafrika, die die koreanische Mannschaft mit 1:0 verlor, verstärkte die Kritik.
Die neue Turnierstruktur, die von 32 auf 48 Teams erweitert wurde, bot den acht besten Drittplatzierten der Gruppe die Möglichkeit, in die Rundenphase einzutreten. Dennoch scheiterte die Mannschaft daran, die Erwartungen zu erfüllen. Präsident Lee äußerte sich scharf und bezeichnete die frühe Eliminierung als «Versagen der Organisation und des Personals». Er kritisierte, dass Vetternwirtschaft und Klientelismus die Kompetenz bei der Auswahl des Führers überstellten.
Hong erklärte auf einer Pressekonferenz in Mexiko-Westen, dass sie die Ergebnisse nicht liefern konnten, welche die Fans erwarteten. Er betonte jedoch, dass er den koreanischen Fußball nicht ganz aufgab. Er versprach, die Nationalmannschaft von Herzen zu unterstützen und hoffte, dass die Mannschaft erneut von den Menschen angenommen und geliebt würde.
Die Ernennung von Hong zur Chefcoach war von Anfang an umstritten. Der ehemalige Verteidiger war ein Held des Weltcup-Erfolgs 2002, hatte jedoch bei seiner Tätigkeit als Trainer im Jahr 2014 keine Erfolge erzielt. Die Kritik richtete sich gegen die Entscheidung der Fußballverbände, die Kandidaten, die einen strengen Auswahlprozess durchlaufen hatten, zugunsten von Bekannten bevorzugten.