Eine neue Studie ergab, dass Männer, die kürzlich eine Trennung erlebten, siebenmal wahrscheinlicher Suizidgedanken meldeten als Männer, die keine solche Trennung durchgemacht hatten. Das Projekt „Ten to Men“ untersuchte über zwanzigtausend australische Männer und identifizierte die psychischen Risiken, die durch Beziehungsabbrüche entstehen. Die Forschung zeigte, dass diese Lebensübergänge tiefgreifende Veränderungen in den Kontakten zu Kindern, den finanziellen Verhältnissen und dem sozialen Unterstützungsnetzwerk mit sich brachten.
Die Analyse der Suizidgedanken und Versuche ergab besonders gravierende Zahlen. Männer, die innerhalb des letzten Jahres eine Trennung erlebten, meldeten zwei Wochen vor der Befragung doppelt so häufig Suizidgedanken. Fast ein Drittel der Befragten berichtete über solche Gedanken, verglichen mit nur 14,4 Prozent bei Männern ohne kürzlichen Beziehungsabbruch. Die Statistiken zu Suizidversuchen waren noch deutlicher: Männer, die nach einer Trennung einen Suizidversuch meldeten, waren etwa siebenmal wahrscheinlicher als Männer, die keine Trennung erlebt hatten.
Der Bericht betonte, dass dieses erhöhte Risiko auch Jahre nach der Trennung anhielt und die Verbindung zwischen Beziehungsabbruch und Suizidrisiko bestehen blieb, selbst nach Berücksichtigung von Alter, Einkommen und sozialer Unterstützung. Der leitende Forscher Dr. Sean Martin erklärte, dass Beziehungsabbrüche eine wesentliche Lebensveränderung seien, welche eine erhöhte Suizidgefahr für Männer mit sich brachte. Er betonte, dass die Trennung eine Reihe von Veränderungen gleichzeitig mit sich brachte: Störungen im Kontakt zu den Kindern, Änderungen bei Wohnsituation oder Finanzen sowie eine Verringerung des Unterstützungsnetzwerks.
Besonders betroffen waren Väter: Etwa 14,4 Prozent der befragten Väter setzten Suizidpläne nach einer Trennung um, verglichen mit nur 2,9 Prozent bei jenen, die keine Trennung vollzogen hatten. Auch Angehörige der australischen Verteidigungsstreitkräfte zeigten eine signifikante Vulnerabilität; etwa 12,8 Prozent der Befragten meldeten einen Suizidversuch nach einer Trennung.
Die Ergebnisse unterstrichen die Notwendigkeit von frühzeitiger Unterstützung. Es wurde festgestellt, dass Männer aufgrund mangelnder qualitativer sozialer Netzwerke und ihrer Tendenz, emotionale Notlage zu verbergen, ein höheres Suizidrisiko besaßen als Frauen. Die Studie hob hervor, dass Beziehungsabbrüche ein kritischer Zeitpunkt für Prävention seien und sowohl kurz- als auch langfristige Unterstützung erforderten. Die Forschung forderte eine gesellschaftliche Reaktion auf diese Risiken, um die psychische Gesundheit der Männer zu stärken.