Der US-Präsident Donald Trump verkündete einen Abkommen mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin, welches Moskau erlaubte, Diesel unmittelbar auf den Weltmarkt zu bringen. Trump erklärte, Putin stimmte der sofortigen Freigabe von 300.000 Tonnen Diesel zu, gefolgt von weiteren Lieferungen im November und darüber hinaus. Er versprach, dass die Dieselpreise für Amerikaner und die Welt in Rekordzahlen und schnell sinken würden.
Ein Gesandter zu Putin begrüßte den Deal auf sozialen Medien und betonte die Vorteile der Zusammenarbeit zwischen Russland und den Vereinigten Staaten im Bereich Diesel und Energie. Die US-Regierung erließ kurz nach der Ankündigung eine vorübergehende Lizenz, welche die Einfuhr russischen Diesel in den Markt erlaubte. Diese Maßnahme stellte einen deutlichen Kurswechsel dar, insbesondere angesichts der jüngsten US-Gesetzgebungen, welche neue Sanktionen und Zölle gegen Nationen verhängten, die russisches Öl und Gas importierten.
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj kritisierte die Vereinbarung scharf. Er argumentierte, dass jede Lockerung der Sanktionen gegen Russland Moskau Vorteile verschaffte und einen Krieg verlängerte, der beendet werden müsse. Selenskyj bezeichnete die Freigabe von Diesel als ‘Geschenk an Putin’ und betonte, dass solche Gesten keinen Frieden bewirkten und Russland den Diesel mit ‘weiterer Terror’ zurückzahlen würde.
Selenskyj betonte zudem die Auswirkungen der russischen Aktivitäten auf die Energieversorgung. Russland erlebte dieses Jahr zwei Wellen schwerer Kraftstoffknappheit infolge ukrainischer Drohnenangriffe auf russische Raffinerien. Die Internationale Energieagentur schätzte, dass die Dieselproduktion in Russland um fast dreißig Prozent zurückging. Trump äußerte sein Unbehagen über diese Angriffe und führte die steigenden Kraftstoffpreise auf diese Ereignisse zurück.
Die politische Brisanz des Deals blieb bestehen. Die genauen Details, wie Russland diesen Kraftstoff auf den Weltmarkt lieferte und welche Gegenleistung es erhielt, blieben unklar. Die Auswirkungen auf die globalen Rohöl-Benchmarks blieben ebenfalls unbestimmt. Es blieb offen, welche Kompensation die Vereinigten Staaten Russland für die Freigabe des Diesels gewährten. Dies war der jüngste Versuch des Präsidenten, die Kraftstoffkosten in den Vereinigten Staaten zu senken, während er sich auf die bevorstehenden Wahlen konzentrierte.
Angesichts der bevorstehenden Präsidentschaftswahlen suchte Trump nach Wegen, den politischen Schmerz seiner Partei abzumildern. Er hatte bereits über die Aussetzung der Bundessteuer auf Benzin nachgedacht und verkündete, dass sogenanntes rotes Farbdiesel auf US-Autobahnen ohne Bundessteuer verwendet werden durfte. Die Debatte um die Kostenreduzierung blieb somit ein zentrales Element der politischen Strategie des Präsidenten.