Präsident Donald Trump drohte mit einem Bombenangriff auf Oman, einen Verbündeten der Vereinigten Staaten, falls dieses den Verhandlungen zwischen Washington und Iran im Zusammenhang mit der iranischen Situation im Wege stand. Diese Drohung erfolgte während eines Telefonats und spiegelte die angespannten diplomatischen Verhältnisse wider. Die USA und Oman verhandelten separat mit Teheran über die Wiedereröffnung des Hormusstraßens, einer Wasserstraße, die für die globale Wirtschaft von entscheidender Bedeutung war. Diese Passage blieb während des Konflikts zwischen den USA und dem Iran nahezu sechs Monate lang geschlossen.
Iranische Beamte gaben an, ein Abkommen mit Oman zur Wiederherstellung der Schifffahrt erreicht zu haben. Gleichzeitig war die Zukunft der Gespräche zwischen den beiden Mächten unklar, da ein sechzig tägiger Memorandum of Understanding (MoU) zwischen den Seiten ablief. Seit dem Angriff der USA und Israel auf den Iran im Februar blockierte Teheran den Hormusstraßenweg, durch den etwa ein Fünftel des globalen Öls und Flüssigerdgas transportiert wurde. Die Wiederöffnung dieser Route bildete einen zentralen Diskussionspunkt.
Oman grenzte an die südliche Seite des Straßens und bezeichnete sich als neutral in diesem Konflikt. Dennoch erlitt das Land zahlreiche Angriffe aus iranischer Seite und spielte eine Schlüsselrolle bei den Verhandlungen mit Teheran über die Wiederöffnung der Wasserstraße. Ein Vertreter der Fox News zitierte Trump und erklärte, dass die USA eine direkte Kommunikationslinie mit der Islamischen Revolutionären Garde (IRGC) besaßen. Ein Sprecher der IRGC wies diese Behauptung zurück und bezeichnete die Aussagen Trumps als reine Fantasien, die aus der Niederlage und Verzweiflung resultierten.
Der Konflikt eskalierte, als die Waffenstillstandsvereinbarung zwischen Teheran und Washington am Montag endete, ohne dass eine Verlängerung der Gespräche erfolgte. Iranische Vertreter erklärten, dass die USA durch „große und weitverbreitete Verstöße“ das zuvor vereinbarte MoU irrelevant machten. Teheran warnte davor, die Spannungen im Hormusgebiet und in der gesamten Region zu eskalieren, sollte die Diplomatie scheitern. Die iranische Seite betonte, dass sie keine Frist für die Vereinbarung mit den USA vorgesehen hatte und dass sie keine Politik unter Druck oder Zeitlimits formulierten.
Parallel dazu suchte der US-Gesandte Jared Kushner ein Treffen mit dem israelischen Premierminister Benjamin Netanjahu, um den 15-Punkte-Friedensplan für Gaza zu retten. Es gab Berichte, dass Netanjahu versuchte, den Plan durchzusetzen, während die israelische Führung auf die Auswirkungen der bevorstehenden Wahlen reagierte. Trump betonte zudem, dass das Hauptziel die Verhinderung eines nuklearen Waffenprogramms durch den Iran sei. Die Diskussionen um die Munitionsbestände blieben angespannt, da öffentlich verfügbare Daten auf stark reduzierte Lagerbestände hindeuteten.