Donald Trump kündigte an, eine Untersuchung der Europäischen Union hinsichtlich der Geldstrafen gegen einige der größten amerikanischen Technologieunternehmen einzuleiten. Diese Drohung erfolgte kurz nach der Verhängung einer hohen Geldstrafe gegen Google durch die Europäische Kommission. Trump äußerte die Ansicht, dass die Union einen „sehr hohen Preis“ für ihre Behandlung von Google sowie für andere bedeutende US-Tech-Firmen wie Apple, Meta und Amazon zahlen müsse. Er bezeichnete die Europäische Union als „PIGGYBANK“ und erklärte, dass die Vereinigten Staaten dies nicht dulden würden.
Der Präsident forderte die vollständige Rücknahme aller verhängten Bußgelder und kündigte an, eine Handelsuntersuchung gegen die EU einzuleiten. Er erwähnte zudem die Möglichkeit einer substanziellen Zolltarife. Trump erklärte, die Vereinigten Staaten würden unverzüglich eine Untersuchung gemäß Abschnitt 301 des Handelsgesetzes von 1974 einleiten, um die mutmaßlichen Praktiken europäischer Regulierungsbehörden zu prüfen, welche amerikanische Unternehmen „raubten“ und somit den amerikanischen Steuerzahler belasteten.
Die Androhung von Zöllen erfolgte nur einen Tag nach der Ankündigung neuer Zölle auf sechzig Handelspartner, darunter die EU, das Vereinigte Königreich und China, mit Sätzen zwischen zehn und zwölf Prozent und fünfundzwanzig Prozent. Google äußerte sich zu den Entscheidungen der Europäischen Kommission. Ein Sprecher des Unternehmens erklärte, dass Google zwar hart gearbeitet habe, um den Digital Markets Act der europäischen Union zu erfüllen, aber Bedenken hinsichtlich der Auswirkungen der jüngsten Entscheidungen der Kommission äußere. Er bedankte sich gleichzeitig für die Beteiligung der Regierung und der amerikanischen Verwaltung.
Darüber hinaus behauptete Trump in seinem Beitrag, dass Apple Bußgelder in Höhe von fünfzehn Milliarden Dollar, Meta Bußgelder von drei Milliarden Dollar und Amazon Bußgelder von zwei Milliarden fünfhundert Millionen Dollar erhalten habe. Vertreter von Meta, Apple und Amazon sowie die Europäische Kommission wurden zur Stellungnahme kontaktiert. Kurz vor der Wahl von Trump als Präsident im Jahr 2024 hatte er angeblich einen Anruf von Tim Cook, dem Vorstandsvorsitzenden von Apple, erhalten, der sich über die Bußgelder, die das Unternehmen von europäischen Regulierungsbehörden erhalten hatte, beschwerte. Dieser Anruf erfolgte nicht lange nach einem langwierigen Streit bezüglich ausstehender Steuern, den Apple verloren hatte.