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Politik

Trump erwartete bessere Beziehungen zu Kolumbien nach Wahl

Vorläufige Ergebnisse zeigten einen knappen Sieg für den Kandidaten de la Espriella.

Der US-Präsident Donald Trump prognostizierte eine wesentlich bessere Beziehung zwischen seiner Regierung und Kolumbien nach den vorläufigen Wahlergebnissen. Diese Ergebnisse zeigten, dass der rechte Kandidat Abelardo de la Espriella den linken Rivalen Iván Cepeda mit einem winzigen Vorsprung besiegte. Die Abstimmung ergab einen Unterschied von weniger als einem Prozentpunkt. Cepeda erklärte noch nicht, dass er die Ergebnisse überprüfen ließe, ein Prozess, der mehrere Tage in Anspruch nahm.

Trump hatte de la Espriella vor der Wahl unterstützt und Cepeda als einen „radikalen links-marxistischen“ Politiker verachtet. Er äußerte sich zu den Medien und sagte, de la Espriella habe „einfach gewonnen“, obwohl sein Vorsprung von 0,96 Prozentpunkten der engste in der jüngeren kolumbianischen Geschichte war. Auf Truth Social äußerte sich Trump vorausschauend und bekundete den Wunsch, zusammenzuarbeiten, um eine starke Beziehung aufzubauen.

Die Beziehungen zwischen den beiden historischen Verbündeten hatten in den letzten Jahren gelitten. Dies geschah, als Trump Beleidigungen gegen den amtierenden kolumbianischen Präsidenten Gustavo Petro richtete. Trump bezeichnete Petro als „kranken Mann“ und „Drogenhandel-Anführer“ ohne jegliche Beweise. Petro wiederum kritisierte, dass der US-Präsident seine Einwanderungspolitik auf die der Nazis stützte.

Nach der US-militärischen Operation zur Ergreifung des venezolanischen Führers Nicolás Maduro äußerte sich Trump auch positiv über eine militärische Aktion gegen die benachbarte Kolumbien. Auf die Frage eines kolumbianischen Journalisten über die Entwicklung der Beziehungen nach der Wahl antwortete Trump, dass diese besser werde und de la Espriella ein großer Präsident werde.

De la Espriella setzte seine Kampagne auf das Versprechen, Drogenkartelle und kriminelle Organisationen zu bekämpfen, welche das Land heimgesucht hatten. Er versprach, eng mit den Vereinigten Staaten zusammenzuarbeiten, um den Kampf gegen den Drogenhandel zu führen. Er plante, Drogenkartelle anzugreifen und den Vereinigten Staaten militärische Basen innerhalb Kolumbiens zu gestatten. Einige Wähler, die Cepeda unterstützten, äußerten Bedenken hinsichtlich eines Wiederaufschwungs von Menschenrechtsverletzungen, wie dem Skandal der „falschen Positiven“, bei dem über 6.400 Zivilisten fälschlicherweise als Guerillakämpfer eingestuft wurden.

De la Espriella versicherte jedoch in seiner Wahlrede, dass er zwar hart gegen Drogenhändler und „Banditen“ vorgehen würde, dies jedoch stets innerhalb der gesetzlichen und verfassungsrechtlichen Grenzen tun würde. Der neue Präsident trat am 7. August in sein Amt ein.

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