Präsident Donald Trump unterzeichnete eine Verordnung, welche die Empfehlungen für Kinderimpfungen drastisch reduzierte und die MMR-Impfung in drei separate Dosen aufspalt. Die Maßnahme zielte darauf ab, die Autorität der US-Zentralen für Krankheitskontrolle und Prävention (CDC) zu umgehen und die bundesstaatlichen Regelungen für die Impfplanung zu beeinflussen. Die Verordnung forderte eine Neuausrichtung der Impfstrategie, indem sie die Anzahl der empfohlenen Kernimpfungen auf elf reduzierte und bestimmte Impfungen, wie die COVID-19- und Grippeimpfungen, aus den Empfehlungen entfernte.
Die Verordnung forderte explizit, dass die Masern-, Mumps- und Röteln-Impfung in drei getrennte Impfungen aufgeteilt werden sollte. Dies stellte eine logistische Herausforderung dar, da derzeit keine separat zugelassenen Impfstoffe für diese Komponenten auf dem Markt existierten. Zudem forderte die Verordnung, dass alle Kinderimpfungen möglichst bei separaten Arztbesuchen verabreicht wurden, was die Belastung für Familien und medizinische Einrichtungen erhöhte.
Im Rahmen der Unterzeichnung thematisierte Trump wiederholt den Zusammenhang zwischen Impfungen und Autismus, obwohl zahlreiche wissenschaftliche Studien diesen Zusammenhang widerlegten. Er behauptete, dass die Impfungen eine Gefahr darstellten, und er verweist auf frühere, widerlegte Theorien. Die Verordnung teilte die Impfungen in drei Kategorien ein: Kernimpfungen, Impfungen für Risikogruppen und Impfungen, die einer gemeinsamen klinischen Entscheidungsfindung unterlagen.
Experten kritisierten die Maßnahme scharf. Sie wiesen darauf hin, dass die Aufspaltung der MMR-Impfung eine langjährige anti-impfstoff-Argumentation darstellte. Zudem mahnten sie, dass die Verordnung erhebliche Folgen für Kinderärzte und die Patientenversorgung hätte, da sie die Möglichkeit zur gemeinsamen Entscheidungsfindung einschränkte. Es wurde betont, dass die wissenschaftlichen Grundlagen für die von der Politik propagierten Zusammenhänge nicht existierten.
Die Verordnung forderte zudem die Bundesanwaltschaft auf, staatliche Gesetze anzufechten, die im Widerspruch zu den Empfehlungen standen. Obwohl Verordnungen keine rechtliche Wirkung entfalten, deutete die Maßnahme auf einen verstärkten politischen Druck auf die Bundesstaaten hin, ihre Anforderungen an die Impfungen für die Schulpflicht zu überdenken.