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Politik

Trump wechselte zu Mittleren: Iran-Deal blieb unerreichbar

US-Politik verschob sich, als die Möglichkeit eines Friedensabkommens auf dem Prüfstand stand

Donald Trump wandte sich zunehmend an Verbündete im Nahen Osten, während das Weiße Haus keine einfache Lösung zur Beendigung des Konflikts mit dem Iran fand. Die Suche nach einem Weg, die globalen Schifffahrtsrouten, die Teheran kontrollierte, wieder zu öffnen, scheiterte an den diplomatischen Verhandlungen. Trump verfolgte eine konsistente Linie gegenüber dem Iran, die darauf abzielte, das Land von einem nuklearen Waffenprogramm abzuhalten und Anreize für ein neues Abkommen zu schaffen, welches auch den Hormus-Strait freigeben sollte.

Die diplomatische Dynamik veränderte sich, als Premierminister Benjamin Netanjahu Trump über die iranische Angelegenheit konsultierte und betonte, dass Israels Aufmerksamkeit auf den Iran gerichtet sei. Kurz darauf veröffentlichte Trump auf sozialen Plattformen die dringende Botschaft, dass die Zeit knapp sei und man schnell handeln müsse, um eine Eskalation zu verhindern. Pakistanische Diplomaten berichteten von fortlaufenden Gesprächen, gaben jedoch keine Hinweise darauf, dass die Vereinigten Staaten und den Iran einem Friedensabkommen nahe standen. Trump äußerte sich öffentlich unzufrieden mit den iranischen Vorschlägen und lehnte die ersten Sätze eines Friedensvertrages ab.

Trump zeigte eine Tendenz, seine Positionen nach den Empfehlungen von Beratern zu ändern, wobei eine Präsentation von Netanjahu im Situationsraum des Weißen Hauses entscheidend dazu beitrug, ihn zur Durchführung gemeinsamer Angriffe gegen den Iran zu bewegen. Analysten bemerkten eine deutliche Zunahme der US-Militäraktivitäten im Nahen Osten, darunter die Präsenz zahlreicher Treibstoffflugzeuge an Tel Avivs Flughafen. Trotz Spekulationen über einen unmittelbar bevorstehenden Angriff kündigte Trump in einer außergewöhnlichen Erklärung an, einen Angriff auf den Iran abzubrechen, um Verhandlungen voranzubringen.

Um diese plötzliche Kursänderung in der US-Politik zu erklären, erklärte Trump, dass die Verbündeten im Golf – darunter der saudische Prinz Mohammed bin Salman, derVAE-Präsident Sheikh Mohamed bin Zayed und der Emir Katar Sheikh Tamim bin Hamad Al Thani – eine Pause verlangten. Sie glaubten, dass durch ernsthafte Verhandlungen ein Abkommen zustande käme, welches den Vereinigten Staaten sehr entgegenkam. Der Iran zeigte sich bereit, sein nukleares Programm für den Frieden aufzugeben, obwohl Beweise für diese Bereitschaft mangelhaft waren. Der iranische Präsident Masoud Pezeshkian bestätigte zwar neue Gespräche, betonte jedoch, dass Dialog keinen Kapitulationsakt bedeute.

Die Reaktion auf Trumps Offenlegung eines geplanten militärischen Angriffs war gemischt und von großem Skeptizismus geprägt. Die Golfstaaten wussten von Trumps Plänen für einen unmittelbaren Angriff nicht und drängten stattdessen auf mehr Zeit für Gespräche, um eine Eskalation zu verhindern, die die Energieinfrastruktur in Katar, den VAE und Saudi-Arabien gefährden konnte. Trump behielt seine Optionen jedoch offen und gab an, dass er lediglich eine Verzögerung des Angriffs um mehrere Tage gefordert hatte. Er nannte eine begrenzte Zeitspanne für den Iran, wobei er andeutete, dass eine weitere Eskalation möglich bliebe.

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