Donald Trump behauptete, am Freitag einen Friedensvertrag mit dem Iran genehmigen zu können, welcher erhebliche Zugeständnisse von Teheran enthielt. Diese Zugeständnisse umfassten die Öffnung des Hormusstraits sowie die vollständige Eliminierung des nuklearen Programms des Landes. Dennoch signalisierten hochrangige iranische Beamte, dass ein endgültiges Abkommen nicht erzielt worden war.
Der US-Präsident beschrieb die Bedingungen des angeblichen Abkommens auf seiner Plattform als eine Liste von Forderungen. Er erklärte, dass der Iran zustimmen müsse, niemals nukleare Waffen oder Bomben zu besitzen, den Hormusstrait für den gesamten Verkehr ohne Gebühren zu öffnen und die Möglichkeit zu geben müsse, hochreiches Uran von einer gesicherten nuklearen Anlage im Iran zu entnehmen und zu zerstören. Zudem versprach Trump, die US-Seeblockade gegen den Iran aufzuheben.
Die iranischen Offiziellen reagierten auf diese Ankündigung mit deutlichem Widerstand. Die Nachrichtenagentur Tasnim berichtete, dass zwischen dem Iran und den Vereinigten Staaten kein endgültiges Verständnis erreicht worden war und Trumps Stellungnahme seinem üblichen Muster unilateraler und eigennütziger Äußerungen entsprach. Die Sprecherin des Außenministeriums erklärte, dass zwar Kommunikationsaustausch fortgesetzt wurde, aber noch kein Abkommen zustande gekommen sei.
Ein iranischer Verhandler, Mohammad-Bagher Ghalibaf, äußerte sich entschieden und betonte, dass der Iran keine Verträge durch Dialoge akzeptierte. Er erklärte, dass man Zugeständnisse nicht durch Verhandlungen, sondern durch militärische Mittel erlangte und dass der Gewinner eines Abkommens jener sei, der sich nach dem Krieg besser auf den Kampf vorbereitet habe.
Darüber hinaus bestritt die iranische Regierung Berichte über die mögliche Übertragung ihrer angereicherten Uranvorräte an Dritte. Ein Sprecher der nationalen Sicherheits- und Außenpolitikkommission deutete an, dass die Islamische Republik keine Absicht habe, diese Materialien zu übergeben. Beobachter vermuteten jedoch, dass auch verdünntes Uran, das weiter von Waffenqualität entfernt war, in Betracht kam.