Der US-Präsident Donald Trump erklärte, er akzeptiere eine zweijährige Suspendierung des iranischen Nuklearprogramms. Diese Äußerung signalisierte eine deutliche Abkehr von der Forderung nach einem vollständigen Ende der nuklearen Aktivitäten. Trump betonte, dass die vereinbarte Frist eine „echte“ Dauer von zwanzig Jahren darstellen müsse. Zuvor forderte er Iran auf die dauerhafte Einstellung der Urananreicherung – eines Schrittes zur Herstellung einer Waffe – sowie auf den Verzicht auf den Erwerb nuklearer Waffen. Er äußerte jedoch auch, dass seine Geduld mit dem Iran erschöpft sei, da keine Durchbrüche in den Verhandlungen sichtbar wurden.
Zwischenzeitlich begannen israelische und US-Truppen am 28. Februar massive Luftangriffe gegen den Iran. Ein Waffenstillstand, der seit dem Vormonat bestand und zur Erleichterung der Gespräche dienen sollte, wurde weitgehend eingehalten, wenngleich einige Feuergefechte stattfanden. Pakistan spielte in dieser Situation die Rolle des Vermittlers. Beide Seiten erschienen jedoch weit voneinander entfernt und lehnten die jüngsten Vorschläge des jeweils anderen zur Beendigung des Konflikts ab.
Die iranische Seite erklärte, dass die Vorschläge Teherans eine sofortige Beendigung des Krieges auf allen Fronten enthielten. Dies umfasste eine Referenz auf die israelischen Angriffe auf die schiitische Verbündete Hisbollah im Libanon, einen Stopp der US-Seeblockade der iranischen Häfen sowie Garantien gegen weitere Angriffe auf den Iran. Während Gespräche in Peking mit dem chinesischen Präsidenten Xi Jinping stattfanden, erklärte Trump, dass beide Seiten vereinbart hätten, dass Teheran nicht in die Lage versetzt werden dürfe, eine nukleare Waffe zu besitzen, und dass die Straße von Hormus, die Iran blockierte, wieder geöffnet werden müsse. Diese Maßnahme führte zu einem Anstieg der Weltmarktpreise für Öl.
Als ein Reporter vorschlug, dass eine Suspendierung des iranischen Nuklearprogramms nicht ausreichend sei, antwortete Trump: „Zwanzig Jahre reichen aus, aber das Niveau der Garantie von ihnen, das bedeutet, es müssen echte zwanzig Jahre sein.“ Er lieferte keine weiteren Erklärungen. Diese Aussage erfolgte im Kontext früherer Verhandlungen, in denen bereits ein Vizepräsident des US-Kongresses eine Mindestdauer von zwanzig Jahren für die Einstellung der Anreicherung forderte.
Die Debatte um den Nuklearvertrag von 2015 hatte bereits im ersten Amtsjahr Trumps zu einem Rückzug geführt. Einer der Gründe für diesen Rückzug war die Ablehnung sogenannter „Sunset Clauses“, welche es erlaubten, bestimmten Beschränkungen für den Iran mit der Zeit ablaufen zu lassen. Premierminister Benjamin Netanjahu widersprach dem Vertrag vehement, da die Sunset Clauses die Möglichkeit offenließen, dass der Iran nukleare Waffen erwerben und somit eine ernste Bedrohung für Israel darstellen konnte.