Donald Trump signalisierte am Samstagabend, dass die Vereinigten Staaten jegliche neuen Angriffe auf den Iran zurückhielten, sofern ein Abkommen zur Beendigung des langwierigen Konflikts schnell erreicht wurde. Diese Zurückhaltung markierte den jüngsten Schritt des Präsidenten weg von extravaganten Drohungen hin zu einer pragmatischeren Haltung gegenüber dem Regime in Teheran.
Der saudische Prinz Mohammed bin Salman rief Trump am Samstag an, um seine Bedenken hinsichtlich der geplanten Angriffe auszudrücken. Diese Umkehrung der Haltung erfolgte nach einer Eskalation der Lage: Iran drohte mit entschlossener Vergeltung gegen seine Nachbarn bei US-Angriffen, während Kuwait Berichte über iranische Drohnenangriffe und den Angriff auf zwei Schiffe im Hormus-Strait meldete.
Eine Quelle, die mit dem Gespräch zwischen Trump und dem Prinzen Mohammed bin Salman vertraut war, berichtete, dass der saudische Prinz Trump aufforderte, die Eskalation zu beenden und die Angriffe zu unterlassen. Die Saudis befürchteten, dass US-Ziele auf iranische Energieinfrastruktur oder massive Angriffe auf andere Schlüsselstrukturen zur Reaktion Teherans veranlassten, welche ähnliche Angriffe auf das Königreich und andere Golfstaaten beinhaltete.
Iran warnte in dieser Zeit gegen jegliche „abenteuerliche Aktion“ der Vereinigten Staaten und versprach eine entschlossene Vergeltung. Der iranische Außenminister Abbas Araqchi äußerte in separaten Gesprächen mit hochrangigen türkischen, pakistanischen und saudischen Beamten, dass jegliche Angriffe durch die USA oder regionale Akteure mit einer „verhältnismäßigen Reaktion“ beantwortet würden.
Die Situation erregte bei Trump Sorge, als er am Samstagabend in grandioser Sprache betonte, dass die USA „voll ausgerüstet“ seien, um den Iran mit „militärischer Terror, Stärke und Macht“ zu treffen. Dennoch erklärte er, dass er Angriffe verzögern würde, sofern ein schnelles Abkommen möglich sei, welches die sofortige, vollständige Öffnung des Hormus-Straits sowie ein Ende der nuklearen Bedrohung Irans umfassen müsse.
Die Entwicklungen zeigten die tiefgreifende Verflechtung der regionalen Interessen. Während Kuwait durch die Angriffe erlitt, gab es keine Todesopfer, und maritime Unfälle wurden gemeldet. Die Reaktion Irans auf die potenziellen US-Aktionen auf Energieinfrastruktur deutete auf eine komplexe Kette von Vergeltungsmechanismen hin, die die gesamte Region in eine kritische Lage versetzte.