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Politik

Trump verließ Kabinett auf Täuschungsflugzeug

Sicherheitsbedenken im Iran beeinflussten den Abflug

Zwei Mitglieder des Kabinetts von US-Präsident Donald Trump befanden sich auf einem Täuschungsflugzeug, nachdem der Präsident heimlich einen anderen Flug nach der Türkei antrat. Berichten zufolge verließ Trump das Flugzeug, nachdem er am 8. Juli mit beiden Beamten und Mitgliedern der Presse in die Air Force One stieg. Der Außenminister Marco Rubio und der Finanzminister Scott Bessent blieben auf dem Flugzeug, das als Air Force One galt, um die Nachfolgekette im Falle eines Ereignisses für den Präsidenten aufrechtzuerhalten.

Die Entscheidung für diese Täuschung wurde von der US-Militärführung und dem Geheimdienst getroffen, wie Trump erklärte. Er gab keine Details zur Art der Sicherheitsbedrohung an, sondern betonte lediglich, dass er „viele Bedrohungen“ erfuhr. Die genaue Natur der Gefahr, die die Besatzung des Flugzeugs mit sich brachte, blieb jedoch unklar. Es war nicht ersichtlich, welche Informationen die Kabinettsmitglieder und andere Beamte sowie die Flugbesatzung wussten, als sie auf dem Täuschungsflugzeug befanden.

Es sind verschiedene Tricks und Ablenkungsmanöver üblich, die von den Mitarbeitern des Geheimdienstes eingesetzt wurden. Identische Versionen des Präsidenten-Limousinenfahrzeugs wechselten beispielsweise in Motorcades, ebenso wie Hubschrauber, die den Präsidenten in der Luft transportierten. Solche elaborierten Operationen fanden oft bei Reisen in Hochrisikogebiete im Ausland statt. Reporter, die auf der Air Force One saßen, wurden in solchen Fällen in der Regel briefings und angewiesen, die Bewegungen nicht in Echtzeit zu berichten.

Ein früheres Beispiel für solche Sicherheitsvorkehrungen zeigte sich im Jahr 2000, als der damalige Präsident Bill Clinton mit einem unmarkierten Executive-Jet nach Islamabad flog, nachdem ein Täuschungsflugzeug mit der Kennzeichnung der Air Force One gelandet war. Vor dieser Reise informierte das Weiße Haus die Reporter über die Sicherheitsvorkehrungen, einschließlich des Einsatzes des Täuschungsflugzeugs. Die Reporter berichteten, dass ihnen die außergewöhnlichen Sicherheitsverfahren aufgrund der Gefahren des Fluges mitgeteilt wurden.

Die genauen Gefahren, denen die Insassen des Flugzeugs mit Rubio, Bessent, dem weiteren Personal und der Pressegruppe des Weißen Hauses während der Reise nach Ankara ausgesetzt waren, blieben jedoch unbekannt. Das Weiße Haus Correspondent’s Association kommentierte den Vorfall nicht öffentlich.

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