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Wirtschaft

Trump Media verkaufte frühen Zugang zu Social-Posts für Finanzfirmen

Ein neues Abonnement ermöglichte Hochgeschwindigkeitszugriff auf Marktnachrichten

Das Trump Media & Technology Group, Eigentümer von Truth Social, startete einen kostenpflichtigen Dienst. Dieser bot Firmen aus Wall Street einen Hochgeschwindigkeitszugriff auf die einflussreichsten Beiträge der Plattform. Ab dem ersten August lieferten die Dienste sofortige Aktualisierungen von den ranghöchsten Konten. Der US-Präsident Donald Trump besaß zu diesem Zeitpunkt die meisten Follower auf der Plattform.

Das Unternehmen hinter der Anwendung hoffte, eine stabile neue Einnahmequelle für die Firma zu schaffen, welche momentan Verluste erlitt. Der Dienst richtete sich an Finanzhändler, die schnell auf marktrelevante Nachrichten reagieren wollten. Die Beiträge von Trump verursachten oft plötzliche Schwankungen auf den globalen Märkten, insbesondere bei Artikeln über Handel und Zölle. Für Firmen war eine Verzögerung von nur wenigen Sekunden kostspielig. Bisher mussten Banken und Händler die Anwendung manuell überwachen.

systematisch sendete das neue System die Beiträge direkt an zahlende Kunden. Kevin McGurn, der damalige Leiter von Trump Media, erklärte, dass der Dienst einen stetigen Gewinn generierte. Die neue kommerzielle Datenquelle, genannt Truth API, versprach, Beiträge in „Millisekunden“ an institutionelle Kunden zu übermitteln. Der Dienst lief rund um die Uhr, sieben Tage die Woche.

Das Unternehmen berichtete, dass einige Firmen die Daten der Plattform monatelang ohne Erlaubnis kopiert hatten. McGurn warnte, dass Trump Media diese Methoden bald unterbinden würde. Dies zwang die Firmen dazu, den offiziellen Datenstrom zu erwerben. Trump selbst profitierte erheblich von dieser Entwicklung, da seine Familie die Mehrheitsaktionäre der Firma blieb. Der Präsident konnte direkt von dem Verkauf des beschleunigten Zugangs zu seinen öffentlichen Äußerungen profitieren.

Ein Investmentexperte bemerkte, dass Unternehmen, die die neuesten Schlagzeilen verarbeiteten, einen Nachteil hatten, wenn sie sich den schnellen Zugriff nicht leisteten. Er betonte jedoch, dass die Beiträge des Präsidenten nur einen winzigen Bruchteil derer darstellten, welche die Märkte bewegten. Ein Rechtsanwalt bemerkte, dass eine Technologieplattform die Verteilung von Informationen schichtweise gestalten konnte, ohne gegen die Gesetze zum Wertpapierhandel zu verstoßen.

TrumpFinanzenTechnologieSocial Media

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