Präsident Donald Trump bestritt Berichte über einen Munitionsmangel in den Vereinigten Staaten und versprach in einem Social-Media-Beitrag, dass seine Verwaltung jene, die Informationen verleachten, für langjährige Haftstrafen verfolgen würde. Trump erklärte, die USA besäßen massive Mengen an Munition, insbesondere bestimmter Arten, und dass große Mengen entsprechend den Bedarf hergestellt und geliefert wurden. Dies geschah inmitten des sechsten Monats des Krieges mit dem Iran, wobei Trump und das Pentagon zunehmend Fragen über den Zustand des militärischen Arsenals erhielten.
Die Vereinigten Staaten und der Iran setzten die Luftangriffe fort, obwohl mehrere Waffenstillstände stattfanden, und ein Abkommen zur vollständigen Beendigung der Feindseligkeiten blieb unerreichbar. Die Verwaltung versuchte, die Amerikaner zu beruhigen, dass die Raketenspeicher der USA robust blieben, selbst nachdem das Militär große Mengen schwer herstellbarer Waffen während der Kampfoperationen wie Operation Epic Fury und der darauffolgenden Vergeltungsangriffe eingesetzt hatte. Berichten zufolge nutzte die USA einen Großteil ihres globalen Bestandes an Langstreckenpräzisionsraketen während des Krieges, was auf zwei anonyme Quellen mit direkten Kenntnissen hindeutete.
Parallel dazu berichtete die Washington Post am Mittwochabend, dass Trump letzte Woche mit dem Verteidigungsminister Pete Hegseth über eine mögliche Mangelsituation konfrontiert hatte, ebenfalls unter Bezugnahme auf anonyme Quellen. Die Geheimhaltung der genauen Informationen zu den US-Raketenspeichern blieb jedoch bestehen. Der Verteidigungsminister Hegseth suchte seit seiner Ernennung nach strengen Kontrollen, welche die Informationsbeschaffung der Berichterstatter vom Pentagon limitierten.
Das Center for Strategic and International Studies (CSIS), ein Denkinstitut für nationale Sicherheit, schätzte mithilfe öffentlich zugänglicher Daten, dass die USA bis Ende Juli zwischen 759 und 827 Patriot-Raketen übrig hielten, verglichen mit 2.330 vor Beginn des Konflikts. Zudem schätzte das Institut, dass die USA rund 60 Prozent ihrer Terminal High Altitude Area Defense (THAAD)-Raketen eingesetzt hatten, welche zur Abwehr von Angriffen bereitgestellt wurden. Die USA sahen sich zudem mit Nachfrage für ihre Waffen jenseits des Konflikts mit dem Iran konfrontiert.
Obwohl die Verwaltung stets behauptete, die USA besäßen genügend Munition, versuchte Hegseth, Berichte über einen Mangel als „herstellte Geschichte“ abzutun. Die Regierung gab jedoch an, die Produktion zu verstärken, und Hegseth erklärte, dass die USA schnell daran arbeiteten, weitere Waffen herzustellen. Letzten Monat beantragte er zusätzliche Notfallmittel in Höhe von 87 Milliarden Dollar, um Soldaten und Ausrüstung sowie Munition schnell zu ersetzen. Trump hatte zuvor dem Wall Street Journal mitgeteilt, dass die USA weitaus mehr Munition besäßen, als es je jemand auf der Welt benötigte.