Präsident Donald Trump verkündete, dass die Vereinigten Staaten die gemeinsamen militärischen Übungen mit Südkorea substanziell reduzieren würden. Diese Entscheidung begründete er mit den guten Beziehungen zu Kim Jong Un und der Auffassung, dass die Übungen kostspielig seien und ein Signal sendeten, welches als völlig unpassend und feindselig erachtet wurde.
Trump merkte an, dass Südkorea kürzlich die US-Einladung zur „Kernwaffenkontrolle“ des Iran ablehnte. Diese Haltung erfolgte zeitgleich mit ballistischen Raketenversuchen durch Nordkorea, welche von den Vereinten Nationen verboten wurden. Die Entscheidung traf sich kurz vor dem Beginn der jährlichen militärischen Übungen, was die politische Brisanz der Maßnahme unterstrich.
Vor dieser Entwicklung hatten die US- und südkoreanischen Militärführer eine gemeinsame Pressekonferenz abgehalten, bei der das „Ulchi Freedom Shield“ angekündigt wurde. Bei dieser Konferenz sprachen die Militärführer auch über die Entsendung von Truppen durch Nordkorea zur Unterstützung des russischen Krieges gegen die Ukraine. Der US-Militärsprecher Ryan Donald erklärte, dass die Trainingsmaßnahmen diese Bedrohung durch die nordkoreanischen Soldaten abdeckten.
Die nordkoreanische Außenministerin kommentierte die gemeinsamen Übungen am Freitag und bekräftigte ihre Ablehnung jeglicher Bedrohung oder Herausforderung und verwies auf ihr Recht zur Selbstverteidigung. Die gemeinsamen Manöver folgten nur Tagen hinter der Entdeckung des zweiten nordkoreanischen Raketenversuchs durch die USA und Japan.
Pyongyang beschleunigte seine Bemühungen zur Erweiterung seiner nuklearen und Raketenprogramme, seit die diplomatischen Bemühungen von Kim während Trumps erster Amtszeit im Weißen Haus 2019 zusammenbrachen. Die Maßnahme unterstrich somit die anhaltende Spannung zwischen den beteiligten Staaten und die zunehmende nukleare Entwicklung in der Region.