Die US-Staatsanwaltschaft legte die Anklage gegen einen ehemaligen Olympiasieger ab, der dem Vandalismus des Reflecting Pool in Washington D.C. beschuldigt worden war. In den Gerichtsunterlagen erklärte die Behörde, dass der Schaden auf eine fehlerhafte Installation durch den Auftragnehmer zurückzuführen sei. Dies stellte eine wesentliche Abkehr von den früheren Anschuldigungen dar, die auf „verrückt“en Vandalen abzielten.
Zuvor hatte die Präsidentschaftsverwaltung den Schaden auf „kranke, verrückte“ Vandalen zurückgeführt. Ein Dokument, das am Freitag in Washington D.C. eingereicht wurde, deutete jedoch auf eine hastige und mangelhafte Ausführung des Projekts hin, welche unter der Aufsicht des US-Außenministeriums erfolgte. Diese Erkenntnisse zeigten, dass der Schaden nicht durch Vandalismus, sondern durch die mangelhafte Bauausführung verursacht wurde.
David Hearn, ein Champion im Kanu, stand mit dem Vorwurf einer zehnjährigen Haftstrafe konfrontiert. Die Rechtsvertreter von Hearn warfen der Präsidentschaftsverwaltung Machtmissbrauch vor und forderten eine Entschuldigung. Hearn hatte zuvor erklärt, dass er keine Teile der Bemalung im Pool zerstört oder entfernt habe. Die Staatsanwaltschaft führte an, dass das Außenministerium unzureichende Informationen an die Anklagebehörden übermittelt hatte, was die Verfolgung erschwerte.
Der Reflecting Pool hatte im Frühjahr ein mehr Millionen-Dollar-Projekt zur Neuversiegelung und Bemalung durchlaufen. Trotz dieser Sanierung blieb der Monument unter strukturellen Problemen und Leckagen beklagt. Das Projekt, das ursprünglich ein geringes Budget hatte, wurde einem von der Präsidentschaft selbst ausgewählten Auftragnehmer übertragen. Dennoch blieben Probleme bestehen, da Teile des blauen Dichtmittels innerhalb weniger Tage abblätterten.
Die Anerkennung der fehlerhaften Installation durch die Behörden stellte eine deutliche Korrektur dar. Die Anklagebehörde betonte, dass die Verzögerung des Projekts vor dem 250-jährigen Jubiläum der Vereinigten Staaten eine Rolle spielte. Die Ermittlungen zeigten, dass die Behörden nicht mit den vollständigen Informationen über die Ursache des Schadens ausgestattet waren, was die Grundlage für die Anklage schwächte.