Der US-Präsident Donald Trump und der Außenminister Marco Rubio äußerten erneut die Gefahr militärischer Interventionen in Kuba. Diese erneute Bedrohung gewann an Gewicht, als die Regierung die Strafanzeigen gegen den ehemaligen Führer der Insel, Raúl Castro, bekannt gab.
Trump erklärte, dass frühere US-Präsidenten Jahrzehnte lang über eine Intervention in Kuba nachdachten, doch er betonte, dass er selbst diese Maßnahme ergreifen würde. Er sagte, andere Präsidenten hätten dies über fünfzig bis sechzig Jahre betrachtet, doch er sei derjenige, der es tun würde, und er sei bereit, dies zu tun.
Rubio äußerte sich separat und betonte, dass Kuba aufgrund seiner Beziehungen zu US-Gegnern eine nationale Sicherheitsbedrohung darstellte. Er äußerte den Zweifel, dass die Vereinigten Staaten eine diplomatische Lösung mit der aktuellen Regierung der Insel erzielen könnten. Rubio erklärte, dass die Präferenz der Trump-Administration stets ein friedlicher, verhandelter Konsens sei, doch die Wahrscheinlichkeit einer solchen Lösung sei angesichts der aktuellen Verhältnisse nicht hoch.
Obwohl hochrangige Berater der Trump-Administration in jüngster Zeit mit kubanischen Beamten sprachen, blieben die Gespräche für die US-Seite unbefriedigend. Dies führte zu weiteren Sanktionen gegen die kubanische Regierung in der vergangenen Woche. Rubio betonte, dass Kuba gelernt hatte, “Zeit zu kaufen und uns auszuwarten”. Er erklärte, dass die USA nicht länger warten oder Zeit kaufen könnten, da sie sehr ernsthaft und fokussiert seien.
Die US-Militärführung präsentierte am selben Tag, als die Anklage gegen Castro bekannt wurde, die Ankunft des Flugzeugträgers USS Nimitz und begleitender Schiffe im Karibischen Meer. Trump hatte seit seiner Entfernung von Maduro militärische Maßnahmen gegen Kuba angedroht und eine Energieblockade verhängt, welche die Insel mit Stromausfällen, Nahrungsmittelknappheit und wirtschaftlichem Zusammenbruch konfrontierte.
Rubio bekräftigte, dass eine diplomatische Einigung bevorzugt wurde, doch er räumte ein, dass der Präsident die Option besitze, “alles zu tun, um das nationale Interesse zu unterstützen und zu schützen”. Er stellte klar, dass es sich um die Bewältigung einer nationalen Sicherheitsrisiko handele, nicht um den Aufbau einer Nation.
China äußerte sich in diesem Zusammenhang. Ein Sprecher des chinesischen Außenministeriums erklärte, China unterstütze Kuba bei der Wahrung seiner nationalen Souveränität und seines nationalen Ansehens und widersetzte sich jeglicher externer Einmischung.