Der US-Präsident Donald Trump verkündete, einen geplanten militärischen Angriff auf den Iran auszusetzen. Diese Entscheidung erfolgte auf Antrag der Golfstaaten, darunter Katar, Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate. Trump erklärte, dass ernsthafte Verhandlungen zwischen den Seiten stattfanden und ein Abkommen erzielt werde, das für die Vereinigten Staaten und alle regionalen Akteure akzeptabel sei. Er betonte dabei explizit, dass das erzielte Abkommen „keine nuklearen Waffen für den Iran“ enthielte. Gleichzeitig warnte der Präsident, dass die US-Militärkräfte bereit seien, bei Scheitern der Verhandlungen „sofort mit einem umfassenden, großangelegten Angriff auf den Iran“ vorzugehen.
Die diplomatische Spannung zwischen Washington und Teheran blieb hoch. Iran reagierte auf die jüngsten US-Vorschläge und berichtete, dass Gespräche mit Washington über pakistanische Vermittler fortgesetzt wurden. Iran forderte im Rahmen seiner Forderungen ein sofortiges Ende des Krieges auf allen Fronten, die Einstellung der US-Seeblockade der iranischen Häfen sowie Garantien gegen weitere Angriffe. Zudem verlangte Teheran eine Begütung für Kriegsschäden und betonte die Souveränität über den Straße von Hormus.
Die strategische Bedeutung der Straße von Hormus blieb zentral. Iran kontrollierte diese lebenswichtige Wasserstraße, durch die etwa zwanzig Prozent des weltweiten Öls und des verflüssigten Naturgases transportiert wurden. Die Maßnahme, die Iran als Vergeltung für US- und israelische Angriffe darstellte, trieb die globalen Ölpreise in die Höhe. Die US-Regierung versuchte parallel, durch die Verhängung von Sanktionen gegen iranische Häfen Druck auf Teheran auszuüben.
Parallel zu den diplomatischen Bemühungen änderte sich die innenpolitische Lage in den Vereinigten Staaten. Umfragen zeigten eine sinkende Zustimmung zu Trumps Amtsführung und eine wachsende Unzufriedenheit mit dem Krieg. Etwa sechzig Vier Prozent der Wähler glaubten, dass der Krieg gegen den Iran die falsche Entscheidung gewesen sei. Diese Stimmung unterstrich die Herausforderungen, denen sich die Republikaner in den bevorstehenden Wahlen gegenüberstanden.
Zusätzlich zu den direkten Konfliktlinien entstanden neue strategische Überlegungen. Einige iranische Medien deuteten an, dass Teheran seine Macht über die Straße von Hormus nutzen könnte, indem es US-Technologieunternehmen zur Nutzung der unter der Straße verlaufenden Internetkabel verpflichte. Diese Möglichkeit stellte eine neue Dimension der geopolitischen Auseinandersetzung dar, die die zukünftige Entwicklung der maritimen Infrastruktur beeinflussen konnte.