Präsident Donald Trump bekräftigte während seiner Besuche in Irland seine Unterstützung für eine vereinte Irland. Während seiner zweiten Tag der Reise veranlasste er in Dublin und auf dem Golfplatz in Doonbeg zu Aussagen, die die Zusammenführung von Nordirland und Irland nahelegten. Trump äußerte, dass es natürlich sei, die beiden Teile der Insel zu vereinen, und bezeichnete seine Ansicht als eine gängige Meinung. Er versuchte, Fragen zur schottischen Unabhängigkeit zu vermeiden, und ließ diese für später. Diese Äußerungen zogen Aufmerksamkeit und Kontroversen über den Atlantik hinweg auf sich.
Der irische Premierminister Micheál Martin reagierte auf die Kommentare des Präsidenten. Martin erklärte, dass die Äußerungen Trumps keine Überraschung darstellten. Er verwies auf eine frühere Anfrage Trumps nach einer „Fusion“ von Nordirland und der Republik Irland bei einer Veranstaltung in Washington. Martin sah in Trumps Standpunkt die logische Konfiguration der Insel und äußerte die Ansicht, dass einige Reaktionen eine Überreaktion seien. Er betonte, dass der Präsident eine andere Perspektive auf die Angelegenheit besaß.
Gleichzeitig fanden Proteste gegen den Besuch des Präsidenten statt. Über zehntausend Menschen marschierten in Dublin, um ihre Ablehnung des US-Präsidenten zu demonstrieren. Auch in Doonbeg kamen etwa hundert Demonstranten mit Bussen an. Die irische Polizei entfernte eine kleine Gruppe von Personen vom Hotel des Präsidenten. Mehrere Frauen wurden am Abend des Samstags wegen Hausfriedensbruchs auf den Golfplätzen verhaftet.
Im Gegensatz dazu lobten einige die wirtschaftlichen Vorteile, die der Golfplatz für die Region brachte. Ein lokaler Geschäftsmann bemerkte, dass der Golfplatz eine „massive Arbeitgeberin“ für die Gegend sei. Er betonte, dass die Anlage die ländlichen Dörfer in West-Clare „am Leben hielt“. Die Beschäftigungsmöglichkeiten, die durch den Golfbetrieb geschaffen wurden, stellten einen großen Beitrag zur lokalen Wirtschaft dar.
Die Diskussion um die politischen Äußerungen und die lokalen wirtschaftlichen Auswirkungen zeigte die breite Spaltung der Reaktionen. Während die politischen Kommentare in den Fokus der öffentlichen Debatte rückten, konzentrierten sich die lokalen Gespräche auf die Bedeutung der Golfanlage als zentraler Wirtschaftsfaktor für die Region.