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Technologie

Künstliche Intelligenz: Trump und Xi trafen sich im Schatten des globalen Wettlaufs

Ambitionen der Supermächte und unterschiedliche Strategien bei der Entwicklung der Technologie

Der Gipfel der künstlichen Intelligenz zog die Aufmerksamkeit der Welt auf sich, als der US-Präsident Donald Trump seine Ambitionen in diesem Bereich äußerte und seine Hauptrivalen benannte: China. Xi Jinping äußerte sich zwar nicht so offen, doch die chinesische Seite sah die Entwicklung als einen intensiven Wettlauf, bei dem China die führende Rolle in der künstlichen Intelligenz anstrebte und diese als Mittel zur Machtmaximierung betrachtete. Rebecca Arcesati vom Mercator Institute für China-Studien erklärte, dass China künstliche Intelligenz als eine Form der Machtsteigerung ansah. Die Entwicklung der Technologie bildete seit über einem Jahrzehnt den Eckpfeiler chinesischer technologischer Bestrebungen, unabhängig davon, ob Xi dies öffentlich betonte oder nicht.

Für Trump überwiegte das Ziel, China bei der KI-Überlegenheit zu überholen, die Risiken der Technologie für die Menschheit. Er bezeichnete die Entwicklung als eine „Farce“. Die chinesische Außenministerin warnte hingegen, dass Narrative der Bedrohung und Konfrontation die globale Steuerung der künstlichen Intelligenz behinderten und Kooperationen erforderlich seien, um den Nutzen für alle zu gewährleisten.

Die Führung in der KI ist nicht eindeutig definiert, da der Erfolg je nach Messkriterium variierte. Amerikanische Unternehmen führten bei sogenannten Spitzenmodellen, deren leistungsstärkste Systeme bei den meisten Messungen von Firmen wie Anthropic, Google und OpenAI stammten. Ein chinesisches Modell von DeepSeek erreichte im Februar 2025 kurzzeitig die Spitze des US-Modells, doch bis März 2026 führte das Spitzenmodell von Anthropic die Rangliste nur um 2,7 Prozentpunkte. Ein Teil des amerikanischen Vorteils resultierte aus den immensen Investitionen in führende KI-Unternehmen, da diese die Infrastruktur zur Schulung neuer Modelle aufbauten. Zudem unterstützte das starke Wachstum der KI-Firmen die Expansion der amerikanischen Wirtschaft.

China nutzte andere Strategien. Trotz Beschränkungen beim Export von Mikrochips verhinderten staatliche Verbote den Zugang chinesischer Firmen zu den entscheidenden Komponenten für die Entwicklung fortschrittlicher Modelle. Die chinesische Industrie konzentrierte sich weniger auf die Erstellung von Spitzenmodellen, sondern auf die Veröffentlichung von „offenen Modellen“, die heruntergeladen und angepasst werden konnten, ähnlich wie bei Open-Source-Software. Modelle wie Kimi K3 von Moonshot AI erlangten Popularität, weil sie nahe an den Spitzenmodellen lagen und frei verfügbar waren. Analysten betonten, dass China durch die Verbreitung leistungsfähiger, kostengünstiger und zugänglicher KI einen enormen wirtschaftlichen und geopolitischen Hebel gewinnen konnte.

Die Sicherheitsbedenken unterschieden sich markant. Während einige in der Branche vor existenziellen Risiken warnten, waren chinesische Forscher weniger besorgt über die Gefahr für die Menschheit und konzentrierten sich stärker auf den möglichen Missbrauch der Technologie und Cyberkriege. Trump betonte, dass die Vereinigten Staaten bereits ausreichende Regeln besaßen und die einzige notwendige Sicherung für die KI ein „hoher Intelligenzquotient“ des Präsidenten sei. Peking hingegen verfolgte einen vorsichtigeren, zentral koordinierten Ansatz. Xi forderte die Führungskräfte, die Risiken der KI genau zu beobachten und sicherzustellen, dass die Technologie stets „unter menschlicher Kontrolle“ blieb. Die Kooperation zwischen den Mächten blieb unklar, da Washington die Kontrolle über die Fähigkeiten befürchtete und Peking die innere Stabilität. Vor dem Gipfel besprachen der US-Finanzminister und der chinesische Vizekanzler einen Mechanismus zur Meldung schwerwiegender KI-Vorfälle.

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