Donald Trump besuchte Peking, um mit Xi Jinping, dem Leiter Chinas, ein Gipfeltreffen abzuhalten. Die Reise, die als erster US-Präsidentenbesuch seit fast einem Jahrzehnt galt, endete mit viel Aufsehen, doch die konkreten erzielten Ergebnisse blieben vage. Trump erklärte, er und Xi hätten „viele unterschiedliche Probleme gelöst, die andere nicht lösen konnten“. Experten äußerten jedoch Skepsis hinsichtlich der tatsächlichen Tragweite des Treffens. Amanda Hsiao, Direktorin der Eurasia Group, bemerkte, dass der Kern der bilateralen Beziehungen unverändert blieb. Die chinesische Zusammenfassung des Treffens lieferte wenig konkrete Informationen darüber, was bei dem sogenannten „Stillstandsgipfel“ erreicht worden war.
Die Diskussionen um den Nahen Osten dominierten die Gespräche. Im Vorfeld und während des Gipfels tauschten Trump und seine Berater gemischte Botschaften darüber aus, welche Unterstützung die Vereinigten Staaten von China zur Lösung der iranischen Krise benötigten. Trump betonte, dass beide Seiten ähnliche Ziele hinsichtlich des Endes des Konflikts verfolgten: die Verhinderung einer nuklearen Waffe und die Öffnung der Meerengen. China äußerte sich hingegen distanziert und betonte, dass der Konflikt, der niemals hätte entstehen dürfen, keinen Grund zur Fortsetzung besitze. Peking versicherte, dass es unermüdlich daran arbeitete, den Kampf zu beenden und Frieden zu fördern, und zitierte Xi’s Vier-Punkte-Vorschlag für eine friedliche Lösung. Trump erwog die Aufhebung von Sanktionen gegen chinesische Unternehmen, die iranisches Öl kauften, wobei eine Entscheidung in den kommenden Tagen erwartet wurde.
Ein zentrales Thema betraf Taiwan. Trump äußerte seine Überlegungen bezüglich eines umfangreichen Waffenpakets für Taiwan, das für dieses Jahr geplant war. Die Aufgabe dieses Pakets, dessen Wert eine Rekordsumme von 14 Milliarden Dollar erreichte, hätte eines der wichtigsten Forderungen Pekings bezüglich der selbstverwalteten Inseln erfüllt. Beobachter hatten wenig Bewegung von den Vereinigten Staaten in dieser Angelegenheit erwartet. Der Staatssekretär von Trump, Marco Rubio, versicherte in Peking, dass keine politische Verschiebung erfolgte. Die Vereinigten Staaten anerkannten Taiwan nicht formell, lieferten jedoch die Mittel zur Selbstverteidigung und hofften, dass US-Waffen Peking von einem Angriff abhalten würden. Trump gab Xi keine Verpflichtung bezüglich Taiwan, woraufhin Xi warnte, dass Taiwan die „wichtigste“ Frage in der Beziehungen zwischen den USA und China sei.
Im Bereich des Handels wurden „fantastische Handelsabkommen“ erwähnt, deren genaue Inhalte jedoch unklar blieben. Vor dem Gipfel sprachen die Handelsprioritäten über Rindfleisch, Bohnen und Flugzeuge. Der US-Handelsvertreter erwartete, dass China „mehrere Milliarden“ US-Agrarprodukte in den nächsten drei Jahren erwerben würde, eine Aussage, die China noch nicht offiziell bestätigte. Im Bereich der Flugzeuge wurde bekannt gegeben, dass China 200 Jets des US-Unternehmens erwerben würde, wobei die Zahl potenziell auf 750 ansteigen konnte. Es gab jedoch keine Neuigkeiten über ein umfassendes Abkommen zur Wiederherstellung normaler Handelsbeziehungen zwischen den beiden größten Weltmächten.
Auch die Debatte um Seltene Erden blieb unbefriedigt. China beschränkte im Vorjahr den Export kritischer Mineralien, was globale Lieferketten lahmlegte und die Vereinigten Staaten zur Verhandlungsposition brachte. Obwohl China zugestimmt hatte, den Fluss der Rohstoffe im Oktober wiederherzustellen, zeigte der Handelsvertreter, dass China bei der Genehmigung der Exportlizenzen zögerte. Die chinesische Staatsmedien erwähnten Seltene Erden während des Gipfels nicht, und Trump verließ Peking ohne eine Einigung über deren Versorgung.
Im Bereich der Menschenrechte erwog Trump, Pastoren, die in China inhaftiert waren, freizulassen. Der Fall des Hongkonger Medienmoguls Jimmy Lai stellte jedoch eine „schwierige“ Angelegenheit dar. Lai, ein pro-demokratischer Aktivist, wurde im vergangenen Jahr zu zwanzig Jahren Haft verurteilt. Seine Familie appellierte persönlich an Trump um Hilfe bei der Freilassung. Seine Tochter Claire teilte mit der Associated Press mit, dass sie davon überzeugt sei, dass er und seine Regierung die Verantwortlichen seien, die ihren Vater freilassen sollten.