FaktenBlitz
RSS
Zurück zur Übersicht
Wirtschaft

Trump traf Xi Jinping in Peking: Große Handelsabkommen blieben aus

Symbolik und Rhetorik dominierten den Gipfel; Taiwan blieb das zentrale Konfliktthema

Der US-Präsident Donald Trump besuchte Peking und traf seinen chinesischen Amtskollegen Xi Jinping. Die Besprechung fand im Rahmen einer hochrangigen Wirtschaftsdelegation statt, die Bereiche wie Landwirtschaft, Luftfahrt, Elektrofahrzeuge und künstliche Intelligenz umfasste. Trump beschrieb die Beziehungen zwischen den beiden Nationen als „die konsequenteste Wirtschaftsbeziehung der Welt“ und betonte die Bedeutung dieser Partnerschaft. Dennoch zeichnete sich am zweitägigen Gipfel weniger durch konkrete wirtschaftliche Ergebnisse als vielmehr durch warme Rhetorik und symbolische Gesten.

Der Gipfel endete ohne Durchbruch bei wesentlichen Handelsverträgen oder strukturellen Vereinbarungen. Obwohl Trump erklärte, das Treffen sei „sehr erfolgreich“ gewesen, bestätigte Peking die Besprechung als „historisch und wegweisend“. Ein konkretes Handelsabkommen blieb jedoch aus. In einem Interview mit Fox News erwähnte Trump, dass China zugestimmt habe, 200 Boeing-Flugzeuge zu bestellen, eine erste Anschaffung von kommerziellen Jets aus den Vereinigten Staaten seit fast einem Jahrzehnt, wenngleich die Zahl geringer war als von Analysten erwartet. Peking versicherte jedoch keine Bestätigung für größere Käufe.

Die Diskussionen um den Handelsaussetzungsausschlag im Oktober blieben ungeklärt. Der US-Handelsvertreter Jamieson Greer berichtete, dass noch nicht entschieden war, die Truce über November hinaus zu verlängern. Das Weiße Haus informierte, dass beide Führer ein „Handelsrat“ einrichten würden, um die Beziehungen zu verwalten, ohne neue Zollverhandlungen aufnehmen zu müssen. Der US-Finanzminister Scott Bessent äußerte die Erwartung von Fortschritt bei einem Mechanismus zur Unterstützung zukünftiger Investitionen, warnte jedoch davor, dass noch viel Arbeit vor der vollständigen Umsetzung lag.

Die Besuche dienten auch der Demonstration zentraler Themen in der globalen Wirtschaftsbeziehung. Elon Musk und Jensen Huang, der Chef von Nvidia, nahmen an der Begrüßungszeremonie teil. Ihre Anwesenheit symbolisierte die zentrale Rolle von Elektrofahrzeugen, künstlicher Intelligenz und Halbleitern in der US-China-Beziehung. Nvidia, das Zentrum des KI-Wettlaufs und der US-Exportkontrollen für fortschrittliche Chips, war dabei besonders präsent.

Ein besonders sensibles Thema war die Verknüpfung Taiwans mit der Wirtschaftsbeziehung zwischen den USA und China. Während der Gespräche deutete die chinesische Botschaft an, dass Taiwan zunehmend als Bedingung für die Handelsbeziehung zwischen den beiden Mächten dargestellt wurde. Xi warnte, dass die „Taiwan-Frage das wichtigste Thema in den Beziehungen zwischen China und den Vereinigten Staaten“ sei und dass eine falsche Handhabung zu einem Konflikt führen könne.

Technologie blieb die größte Spaltung zwischen den beiden Ländern. Die US-Exportkontrollen für fortschrittliche Halbleiter blieben bestehen, während Peking weiterhin Zugang zu hochentwickelten Technologien forderte. Obwohl künstliche Intelligenz als zentraler Gesprächspunkt galt, wurden keine spezifischen Details zur KI in den Berichten des Gipfels genannt. Zudem wurden im Kontext der globalen Energiepolitik Diskussionen über den Hormus-Strait geführt, wobei China eine umfassende Waffenruhe forderte und die Wiedereröffnung der Schifffahrtswege forderte.

USAChinaHandelTechnologieKI

Teilen

𝕏 Twitter WhatsApp