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Politik

Trump und Xi treffen sich: Die Handelskonfrontation zwischen den USA und China

Tarifstreit und geopolitische Spannungen bestimmen die Agenda des Gipfels

Beijing bestätigte, dass der US-Präsident Donald Trump diese Woche nach China reisen würde, um Xi Jinping zu treffen. Diese Reise, die vom 13. bis 15. Mai stattfand, markierte den ersten Besuch eines US-Präsidenten in China seit fast einem Jahrzehnt und fand zu einem entscheidenden Zeitpunkt für die Beziehungen der beiden größten Volkswirtschaften der Welt statt.

Führungskräfte aus wichtigen amerikanischen Unternehmen wie Boeing, Citigroup und Qualcomm reisten voraussichtlich mit Trump, um mögliche Geschäfte mit chinesischen Firmen zu erörtern. Der Gipfel stellte zudem einen wichtigen Test für den fragilen Handelsfrieden zwischen Washington und Peking dar. Die Spannungen resultierten aus einem umfassenden Importzoll, den Trump im April 2025 auf Länder weltweit verhängt hatte, was zu einem gegenseitigen Vergeltungsschlag führte, bei dem die Zölle über hundert Prozent erreichten.

Der Handelskonflikt begann mit der Wahl Trump im Jahr 2016, als er eine gerechtere Handelsordnung für die Vereinigten Staaten versprach und die Fertigungsjobs in das Land zurückholen wollte. Im Jahr 2018 verkündete er Zölle auf 250 Milliarden US-Dollar chinesischer Importe, was von vielen Analysten als Beginn des Handelskrieges angesehen wurde. Diese Maßnahmen stellten China besonders vor große Herausforderungen, da es stark von dem Handel mit Amerika abhängig war und die amerikanischen Käufer durch die Zölle gefährdet wurden.

Die Spannungen verstärkten bereits bestehende Probleme Chinas, darunter eine träge Binnennachfrage, hohe Arbeitslosigkeit und eine anhaltende Immobilienkrise. Während Exporte in die USA eine Lebensader für chinesische Arbeitsplätze darstellten, wurde diese durch die Zölle gefährdet. Die Biden-Administration versuchte, den Druck auf Peking aufrechtzuerhalten, indem sie die Zölle von Trump auf China nicht aufhob und gleichzeitig Beschränkungen für chinesische Firmen, wie den Technologiegiganten Huawei, einführte.

Trump verstärkte seine Zollpolitik nach seiner Rückkehr in die Regierung im Jahr 2025. Er verhängte 20 Prozent Zölle auf China und legte bei seinem sogenannten „Liberation Day“ eine 34-prozentige Abgabe auf chinesische Waren, wodurch die Gesamtzölle auf China zu den höchsten weltweit wurden. Peking reagierte schnell mit eigenen Maßnahmen, darunter Abgaben auf US-Agrarprodukte, was die landwirtschaftlichen Produzenten traf, die eine wichtige Wählerschaft für Trump bildeten.

Obwohl Trump versuchte, die Abhängigkeit Chinas von seltenen Erden zu überwinden, konnte er die Monopolstellung Chinas auf diese Rohstoffe nicht vollständig durchbrechen. Ein Treffen zwischen Trump und Xi im Oktober führte zur Aussetzung der Exportkontrollen durch Peking, was als Erfolg für Trump gewertet wurde. Washington ließ im Gegenzug Teile der Zölle auf die Lieferung von Inhaltsstoffen für das synthetische Opioid Fentanyl fallen. Dennoch blieb eine dauerhafte Lösung für den Streit unklar.

China investierte massiv in die Fertigung und musste daher seine Unternehmen ins Ausland verkaufen, da die Binnennachfrage schwach blieb. Peking ging in das Treffen aus einer Position der Stärke, da seine Exportzahlen Rekordwerte erreichten und es verstärkt in Robotik sowie in die Entwicklung eigener Chips investierte. Die Welt beobachtete, wie beide Seiten versuchten, die geopolitischen und wirtschaftlichen Herausforderungen zu bewältigen.

Im Hintergrund spielte der Iran-Konflikt eine Rolle. China überstand die Auswirkungen des Krieges besser als viele Nachbarn, gestützt durch seine riesigen Ölreserven und diversifizierte Energiequellen. Dennoch signalisierten hochrangige Beamte, dass der Konflikt die chinesische Wirtschaft testete. Beide Seiten suchten nach Wegen, den Konflikt zu beenden, doch ihre unterschiedlichen Ansichten bezüglich des Iran beeinflussten die globale Entwicklung.

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