Der dramatische Flugwechsel von Präsident Donald Trump deutete auf persönliche Risiken im Iran-Krieg hin. Nach einem israelischen Luftangriff, der Ayatollah Ali Khamenei und andere iranische Spitzenführer tötete, zog Trump eine direkte Linie zwischen diesem Angriff und Bedrohungen sowie mutmaßlichen Plänen der Iraner gegen ihn in den vergangenen Jahren. Verteidigungsminister Pete Hegseth bekräftigte diese Sichtweise und erklärte, dass der Iran versucht hatte, den Präsidenten zu töten, und dass Trump den letzten Erfolg feierte. Diese Äußerungen unterstrichen die persönliche Natur des Konflikts und die Sorge des Präsidenten und seines Sicherheitsapparates vor der anhaltenden Gefahr, die der Iran für seine Sicherheit darstellte.
Diese Sorgen manifestierten sich in der Enthüllung, dass Trump auf seinem Rückflug vom NATO-Gipfel in der Türkei heimlich auf ein Ersatzflugzeug umstieg. Er ließ die Medien und einen Großteil des Weißhauspersonals zurück und reiste in der Präsidenten-Luftwaffe-747-Maschine, welche zur Tarnung diente. Es handelte sich um eine aufwendige Täuschung, bei der der Präsident zwischen Flugzeugen innerhalb eines Catering-Wagens transportiert wurde. Diese Maßnahme erfolgte als Reaktion auf angeblich glaubwürdige Geheimdienstinformationen über eine iranische Raketenbedrohung für die Luftfahrzeug-1. Das Weißhaus lieferte wenig Details zu dieser Bedrohung, doch das Ereignis markierte ein weiteres auffälliges Kapitel in der turbulenten Beziehung Trumps zum Iran.
Sicherheitsfachleute äußerten, dass solche Vorkehrungen nicht ungewöhnlich waren, wenn ein Präsident in oder in der Nähe einer Kriegszone reiste. Ehemalige Präsidenten reisten unter Geheimhaltung nach Afghanistan, Irak und Ukraine, jedoch nie ohne zumindest gewisse Vorinformationen der Medien, unter Vereinbarungen, die die Bewegung erst nach der Tatsache offengelegten. Die Optik Trumps, sich in einem Catering-Wagen vor einer mutmaßlichen iranischen Bedrohung zu verstecken, erschien einem Präsidenten, der seine Stärke wiederholt preist, als wenig ideal. Die Geheimhaltung in den Tagen und Wochen nach der Operation des Secret Service in Ankara diente möglicherweise dazu, sein öffentliches Bild der Macht nicht zu untergraben.
Die Bedrohungen des Iran gegen Trump waren jedoch nicht neu. Nach seiner Amtszeit befahl Trump den Raketenangriff im Januar 2020, der den Leiter der iranischen Revolutionären Garde Qasem Soleimani tötete. Die iranischen Führer versprachen Vergeltungsmaßnahmen gegen den amerikanischen Präsidenten und hochrangige Regierungsmitglieder. In einem Fall zeigte eine iranische Wandmalerei ein Drohnenbild, das Trump zeigte, während er in Florida Golf spielte. Es schien, dass die iranischen Bedrohungen mehr als nur Pose waren.
Die Gefahr für Trump war konkret. Im Juli 2024 erlitt er nach einem Schusswaffengebrauch in Butler, Pennsylvania, Verletzungen. Zwei Monate später wurde ein bewaffneter Mann in Florida verhaftet, nachdem Geheimdienstagenten ihn in den Bäumen nahe dem Golfplatz von Trump entdeckt hatten. Maggie Haberman, eine Korrespondentin des Weißhauses für die New York Times, bezeichnete diese Ereignisse als einen „bahnbrechenden Moment“ für Trump. Sie betonte, dass die ständige Bedrohung durch den Iran und das Gefühl, Ziel einer Ermordung zu sein, Trumps Leben prägte.
Als Reaktion auf Trumps Bombardierung iranischer nuklearer Forschungsanlagen im Jahr 2025 und die anschließende Kampagne und Blockade lösten neue iranische Bedrohungen aus. Trump schrieb auf Truth Social, dass der Iran Drohungen „zur Ermordung oder zum Versuch der Ermordung“ seines Präsidenten ausgesprochen hatte und warnte vor tausend Raketen. Die Botschaft des Präsidenten an den Iran war unmissverständlich. Die Botschaften gegen ihn waren oft eindeutig. Nach dem Beerdigungszeremonie für Khamenei trug ein Teilnehmerbanner mit der Aufschrift „#KillTrump“. In der folgenden Woche zeigte ein Gebäude in Teheran eine große Wandmalerei des amerikanischen Präsidenten in einer schwarzen Urne mit den Aufschriften „Wir werden Trump töten“ und „Blut für Blut“. Der Iran lehnte jegliche Beteiligung an früheren Plänen ab, doch die Botschaft war klar: Der Krieg war weit von Ende entfernt, und Trump wurde zum Ziel der Vergeltung.