Donald Trump kündigte abrupt die Reduzierung gemeinsamer Übungen zwischen dem Pentagon und Südkorea an. Diese Maßnahme erfolgte nur wenige Tage nach dem Testschuss ballistischer Raketen durch Nordkorea. Die Entscheidung wurde von Gesetzgebern als „dumm“ und „kurzsichtig“ bezeichnet, da sie die Hand Russlands im Ukraine-Konflikt stärken konnte.
Der Präsident begründete die Kürzung der Übungen mit seiner „sehr guten Beziehung“ zu Kim Jong-Un, dem nuklear bewaffneten Diktator, dessen Existenz durch solche Übungen abgewehrt werden sollte. Trump wies den Verteidigungsminister Pete Hegseth an, die Übung „Ulchi Freedom Shield“ zu reduzieren, eine elf Tage dauernde Übung, die etwa 18.000 südkoreanische Soldaten um Szenarien wie Raketenangriffe und Cyberangriffe trainierte.
Demokraten im Kongress argumentierten, dass dieser Schritt Kim einen propagandistischen Sieg ohne Nutzen verschaffte und einen Verbündeten zur Bezahlung brachte, während dieser Verbündete den Preis für einen Krieg in dem Nahen Osten zahlte, den er nie bekämpft hatte. Jack Reed, Spitzen-Demokrat im Ausschuss für Streitkräfte, bezeichnete die Handlung als „eine weitere dumm-hastige Entscheidung von Präsident Trump und seiner chaotischen Regierung“.
Reed warnte davor, dass die Reduzierung militärischer Übungen dazu führte, dass Verbündete und Gegner gleichermaßen annahmen, dass die Verpflichtungen der Vereinigten Staaten verhandelbar seien. Er betonte, dass die gemeinsamen Übungen nicht nur symbolisch seien, sondern die Grundlage für die Funktionsfähigkeit der Allianz in einer Krise bildeten. Die Aufweichung dieser Übungen sei ein Fehler gewesen.
Ein weiterer Kritikpunkt betraf die Verbindung der Entscheidung mit dem Iran-Konflikt. Trump äußerte Unzufriedenheit darüber, dass Südkorea sich weigerte, sich an der US-Militärkampagne gegen den Iran zu beteiligen. Andy Kim, Senator aus New Jersey, betonte, dass die Allianz mit der Republik Korea für die US-Sicherheit und den Wohlstand von entscheidender Bedeutung sei. Er äußerte seine Besorgnis über die Gleichgültigkeit gegenüber dieser wichtigen Partnerschaft.
Tillis, ein ehemaliger republikanischer Senator, bemerkte, dass die Entscheidung einen Dominoeffekt erzeugte. Er argumentierte, dass die Reduzierung der Übungen die Möglichkeit freimachte, dass Tausende nordkoreanischer Truppen Putin bei der systematischen Verfolgung ukrainischer Bürger unterstützten. Die Entscheidung zeigte somit eine gefährliche Gleichgültigkeit gegenüber einer zentralen Partnerschaft der Vereinigten Staaten.