Donald Trump sprach mit dem chinesischen Staatsführer Xi Jinping über den Fall des inhaftierten Hongkonger Demokratieaktivisten Jimmy Lai. Bei den Gesprächen wurde ihm mitgeteilt, dass die Situation eine schwierige Aufgabe darstellte. Die Familie und Unterstützer des 78-jährigen britischen Bürgers hofften, dass der US-Präsident dazu beitragen konnte, seine Freilassung zu sichern.
Lai erhielt im Februar eine zehnjährige Haftstrafe aufgrund eines Sicherheitsgesetzes, das von Peking verhängt wurde. Der Medienmogul, der eine einflussreiche Figur in der pro-demokratischen Bewegung der ehemaligen britischen Territorien war, wurde 2020 nach massiven gegenregierungsbezogenen Protesten festgenommen.
Das juristische Team von Lai erklärte, dass er gesundheitliche Probleme besaß, was Ängste schürte, dass er hinter Gittern sterben würde. Lai lebte in einer Haftanstalt, in der er ohne Klimaanlage isoliert gehalten wurde, während die Sommertemperaturen auf 44 Grad stiegen. Seine Kinder berichteten, dass er sichtbar viel Gewicht verloren hatte und deutlich geschwächt war.
Im Gespräch mit dem chinesischen Führer äußerte Trump seine Zurückhaltung bezüglich der Lage von Lai. Er betonte, dass er zwar die Angelegenheit angesprochen hatte, die Situation für Lai jedoch eine größere Herausforderung darstellte. Trump äußerte sich weniger optimistisch über die Möglichkeit der Entlassung des Aktivisten.
Lai’s Tochter Claire zeigte sich dankbar für Trumps Engagement für die Freilassung ihres Vaters. Sie vertraute darauf, dass er und seine Verwaltung die Verantwortung für die Befreiung ihres Vaters trugen und sahen darin eine Gelegenheit für Xi Jinping, „das einzig gerechte und ehrenhafte“ zu tun. Der Fall Lai löste internationale Besorgnis aus, insbesondere im Vereinigten Königreich, wo er als Bestrafung für die Verteidigung demokratischer Errungenschaften gesehen wurde, die bei der Übergabe Hongkongs von britischer zu chinesischer Herrschaft 1997 erfolgten.