Ein Rechtsanwalt deutete an, dass eine verstorbene Frau vor Gericht gestellt wurde, nachdem Christopher Trybus wegen Totschlags freigesprochen wurde. Trybus wurde von einer Jury aus acht Frauen und vier Männern freigesprochen, die über mehr als vierzig Stunden deliberierten. Er wurde von allen Anklagen – Totschlag, erzwungenes und kontrollierendes Verhalten sowie zwei Vorwürfe der Vergewaltigung – entlastet. Der Fall entstand nach dem Selbstmord seiner Frau Tarryn Baird im Jahr 2017, wobei Baird vor ihrem Tod Anschuldigungen gegen Trybus erhoben hatte.
Die Verteidigung argumentierte, dass die Anschuldigungen von Baird falsch waren, da sie durch ihre psychische Verfassung bedingt seien. Es wurde behauptet, sie habe sich gelangweilt und einsam gefühlt und sei verzweifelt auf Hilfe gesucht, wobei sie möglicherweise von der Aufmerksamkeit, die ihre Anschuldigungen hervorriefen, abhängig geworden sei. Trybus bestritt alle Vorwürfe und erklärte, er habe die Anschuldigungen seiner Frau vor ihrem Tod nicht bekannt gewesen. Er betonte die extreme Belastung, die er in dieser Zeit erlebte, und erklärte, er könne nicht für alle Verletzungen verantwortlich sein, da er zum Zeitpunkt der Vorfälle im Ausland war.
Der Rechtsbeistand kritisierte die Verteidigung für die Art und Weise, wie die Angelegenheit dargestellt wurde. Es wurde hinterfragt, wie Trybus auf Anschuldigungen einer Person reagieren solle, die vor zehn Jahren gestorben war. Die Verteidigung verglich den Fall mit historischen Ereignissen und filmischen Darstellungen, um die Komplexität der Situation zu verdeutlichen. Ein Anwalt appellierte direkt an die männlichen Mitglieder der Jury und warnte davor, sich bei Beziehungen zu Frauen, die Anschuldigungen erheben, vor falschen Vorwürfen zu fürchten.
Ein weiterer Kritikpunkt betraf die Behauptung der Verteidigung über eine „Agenda“, die Frauen durch das Justizsystem zu glauben. Ein Experte äußerte Bedenken, da er feststellte, dass das Strafrecht oft Frauen als Verdächtige behandelt, nachdem sie durch Suizid gestorben sind. Er betonte, dass schädliche, sexistische Überzeugungen weiterhin verbreitet sind und Frauen auch nach ihrem Tod als Verdächtige behandelt werden. Das Staatsanwaltsbüro bestätigte zwar die Entscheidung der Jury, betonte jedoch, dass es Fälle prüfen werde, in denen Beweise für eine Verfolgung vorliegen.