Mindestens zwölf Arbeiter starben nach dem Einsturz eines Teils eines unter Bau befindlichen Tunnels in Sikkim, Indien. Die Explosion, ausgelöst durch eine Gasexplosion, ereignete sich in der nordöstlichen Region des Bundesstaates. Die Rettungsarbeiten liefen fort, um dreizehn weitere Personen zu suchen, die seit dem Einsturz im Tunnel gefangen waren.
Die Nationale Katastrophenreaktionstruppe (NDRF) berichtete, dass der Vorfall etwa anderthalb Kilometer innerhalb des Tunnels stattfand. Der unter Bau befindliche Tunnel diente dazu, Wasser vom nahegelegenen Teesta-Fluss zu den Turbinen eines Wasserkraftwerks zu leiten. Dieses Bauvorhaben war Teil eines größeren Projekts, das von der staatlichen Nationalen Wasserkraftwerksgesellschaft (NHPC) im Himalaya-Bundesstaat entwickelt wurde.
Laut einer Erklärung der NHPC entstand der Unfall nach einem plötzlichen Ausbruch von vermuteter Methangas, das in den Fels eingeschlossen war. Dieses Gas führte zu einer Explosion, welche dichte Dämpfe und giftige Gase freisetzte. Die Regierung von Sikkim erklärte in einer separaten Stellungnahme, dass der Unfall durch die Verbrennung von Methangas verursacht worden sei.
Innerhalb des Tunnels arbeiteten insgesamt siebenundzwanzig Personen in verschiedenen Abschnitten. Zwei Personen gelang es nach der Explosion zu entkommen, während fünfundzwanzig Arbeiter gefangen blieben. Der Superintendent der Polizei Sonam D Bhutia teilte der BBC mit, dass die Teams bisher zwölf Leichen gefunden hatten und die Suche nach den verbleibenden dreizehn Männern fortgesetzt wurde.
Die Polizei identifizierte sieben Opfer, darunter ein Bewohner Sikkims sowie Migranten aus den Bundesstaaten Westbengalen, Uttarakhand und Assam. Die genaue Todesursache würde nach der Autopsie festgestellt werden. Der Fokus der laufenden Such- und Rettungsoperation lag auf einer spezifischen zweihundert Meter langen Zone, in der die verbliebenen Personen vermutet wurden. Der Ministerpräsident Prem Singh Tamang hatte zudem ein Sonderermittlungsteam eingerichtet, um die genauen Umstände des Vorfalls zu klären und Maßnahmen auf Basis der Ergebnisse zu ergreifen.