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Technologie

Twitch erlaubte Nutzern, Amazon den Einsatz von Inhalten für KI-Training zu verbieten

Plattform reagierte auf Kritik und stellte die Datenerhebung für künstliche Intelligenz in den Fokus

Die Streaming-Plattform Twitch erlaubte Nutzern nun, Amazon zu untersagen, deren Inhalte zur Schulung von künstlicher Intelligenz zu verwenden. Die Plattform gab bekannt, dass Nutzer die Möglichkeit erhielten, eine Standardeinstellung abzulehnen, welche Amazon erlaubte, Streams, Clips, Bilder und Chats der Kanäle für das Training generativer Modelle zu nutzen. Diese Ankündigung löste eine breite Kritik unter den Nutzern aus, da die Technologiegiganten in diesem Bereich stark investierten und die Nutzung von Nutzerinhalten für die Entwicklung ihrer Systeme kontrovers diskutiert wurde.

Die US-Firma erklärte, dass Nutzer von der Standardeinstellung, welche die Nutzung der Inhalte durch Amazon vorsah, abwählen konnten. Der Technologiegigant, der Twitch im Jahr 2014 übernahm, nutzte die Inhalte der Plattform für das Training seiner künstlichen Intelligenz. Diese Praxis führte zu heftigem Widerstand unter der Community. Amazon verfolgte eine Strategie, die auf die Entwicklung eigener KI-Dienste abzielte, um mit Konkurrenten wie Google und Meta mithalten zu können.

Der Chef für Produktentwicklung von Twitch, Mike Minton, erläuterte während eines Livestreams, dass die Datenerhebung für das Training von KI-Modellen als Branchenstandard etabliert worden war. Er betonte, dass die Möglichkeit zum Abwählen der Nutzung der Daten existierte, auch wenn die Standardeinstellung die Nutzung vorsah. Minton erklärte, dass Nutzer, die sich für die Nutzung ihrer Inhalte entschieden, diese für das Training verwenden konnten, wobei die gesammelten Daten nicht an andere Unternehmen verkauft wurden.

Mary Kish, Leiterin der Community bei Twitch, führte zudem eine Anleitung durch, wie Nutzer die generative KI-Schulung über die Einstellungen ihres Kanals deaktivieren konnten. Kish betonte, dass die Datenerhebung für das Training von KI zu einem Standard in der Branche geworden war. Sie äußerte sich zurückhaltend bezüglich der Reaktion der Nutzer, da sie keine Freude oder Begeisterung erwarten konnte. Kommentare in der Chat-Spalte des Streams zeigten die Verärgerung der Community, welche die Chance sah, einen Branchenstandard gegen die Datenerhebung für KI zu setzen.

Es blieb unklar, wann Amazon mit der Sammlung der Daten der Twitch-Nutzer begann, und Minton wusste nicht, ob die Daten bereits für das Training gesammelt worden waren. Er äußerte sich unsicher über den Umfang der Nutzung und welche Modelle verwendet worden waren. Die Situation verdeutlichte die zunehmende Debatte über den Umgang mit Nutzerdaten im Kontext der Entwicklung von künstlicher Intelligenz.

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