Die Vereinigten Arabischen Emirate meldeten, dass ein Drohnenangriff nahe ihrer nuklearen Kraftwerksanlage bei Abu Dhabi zu einem Brand führte. Die Behörden bezeichneten den Vorfall als eine „gefährliche Eskalation“. Die Verteidigungsministerien des Landes berichteten, dass drei Drohnen aus der „westlichen Grenzrichtung“ in die VAE eindrangen. Während zwei Drohnen abgefangen wurden, traf die dritte Drohne einen elektrischen Generator außerhalb des inneren Perimeters des Barakah-Kernkraftwerks in Abu Dhabi und löste einen Brand aus. Es wurden keine Verletzungen gemeldet, und es gab keinen Einfluss auf die radiologische Sicherheit, erklärten die lokalen Behörden.
Das Außenministerium der VAE bezeichnete den Angriff als „inakzeptable Aggression“ und erklärte, dass das Land das Recht habe, auf jegliche Feindseligkeiten zu reagieren. Es betonte, dass die Zielsetzung von zivilen nuklearen Energieanlagen ein „flagrantes Vergehen“ gegen internationales Recht, die UN-Charta und die Grundsätze des humanitären Rechts darstellte. Die Verteidigungsministerien versprachen ihrerseits, „jeden Versuch, die Sicherheit des Landes zu untergraben“, entschieden zu konfrontieren.
Die Behörden gaben keine Angaben darüber, von wo aus die Drohne gestartet worden war. Die VAE hatten zuvor den Iran beschuldigt, seit dem Ausbruch des Krieges in der Region im Februar Angriffe auf ihre Energie- und Wirtschaftsstrukturen verübt zu haben. Gleichzeitig bestritten die VAE die iranischen Behauptungen, sie hätten selbst Angriffe durchgeführt. Die Situation spiegelte die anhaltenden Spannungen wider, die durch sporadische Feuerwechsel zwischen den Konfliktparteien aufrechterhalten wurden.
Die UN-Überwachungsorgane für nukleare Angelegenheiten überwachten die Lage genau. Der Generaldirektor Rafael Grossi äußerte „ernste Besorgnis“ über den Vorfall. Er erklärte, dass „militärische Aktivitäten, welche die nukleare Sicherheit bedrohen, unakzeptabel“ seien, und forderte „maximalen militärischen Zurückhaltung“. Die internationale Atomenergie-Agentur teilte diese Ansicht mit.
Im geopolitischen Kontext begann Teheran im Gegenzug für Angriffe der USA und Israel gegen den Iran am 28. Februar mit dem Start von Angriffen in der Region. Die diplomatischen Bemühungen zur Waffenruhe blieben fragil, insbesondere angesichts der anhaltenden Forderungen Irans, den Hormus-Straße zu öffnen. Präsident Donald Trump erklärte am Montag, dass die Waffenruhe auf „massiver Lebensunterstützung“ beruhte, nachdem er Irans Forderungen zur Beendigung des Krieges und zur Wiedereröffnung der Hormus-Straße – einer entscheidenden Schifffahrtsroute – ablehnte.