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VAE verdächtigte Iran oder seine Stellvertreter für Drohnenangriff nahe Kernkraftwerk

Der Vorfall wurde als gefährliche Eskalation bezeichnet, während die diplomatischen Spannungen im Nahen Osten zunahmen.

Das Vereinigte Arabische Emirat (VAE) verdächtigte einen Brand nahe seinem Kernkraftwerk für einen Drohnenangriff, den Iran oder einer seiner Stellvertreter verübt hatte. Der Vorfall wurde von den Emiraten als eine gefährliche Eskalation bezeichnet. Der Brand ereignete sich unmittelbar außerhalb des Kernkraftwerks Barakah und verursachte weder Verletzungen noch Warnungen bezüglich Strahlung. Der nukleare Regulierer des Emirats bestätigte, dass weder eine radioaktive Freisetzung noch eine Gefahr für die Öffentlichkeit bestand.

Der Vorfall ereignete sich in einem äußerst angespannten Moment der sechsten Woche eines Waffenstillstands im Iran-Konflikt. Die Friedensgespräche stagnierten, und Donald Trump äußerte Ungeduld. Der US-Präsident schrieb auf seiner Plattform, dass die Zeit drängte und die Gegenseite schnell handeln müsse, da sonst nichts mehr übrig bliebe. Es gab Spekulationen, dass der Iran-Konflikt ohne Kompromisse erneut entgleisen könnte.

Im Rahmen der diplomatischen Bemühungen traf der Außenminister des VAE, Sheikh Abdullah bin Zayed Al Nahyan, Gespräche mit anderen Staaten der Region, darunter Saudi-Arabien, mit dem das Verhältnis kürzlich angespannt war. Riad verurteilte den Angriff scharf. Der Minister informierte zudem den Generaldirektor der Internationalen Atomenergie-Organisation, Rafael Grossi, über die Details des Drohnenangriffs und betonte, dass sein Land das volle Recht besitze, auf solche Terroranschläge zu reagieren.

Das Verteidigungsministerium des VAE berichtete, dass die Drohne, welche das Barakah-Werk ins Visier nahm, eine von drei Flugobjekten war, die „aus der westlichen Grenze in das Land eindrangen“. Das unbemannte Fluggerät hatte einen elektrischen Generator außerhalb des inneren Perimeters des Kernkraftwerks Barakah in der Region Al Dhafra getroffen. Die Ministerien gaben an, dass Ermittlungen zur Bestimmung der Herkunft der Angriffe liefen und die Ergebnisse nach Abschluss der Untersuchungen bekannt gegeben würden.

Anwar Gargash, Berater des VAE-Präsidenten, erklärte, dass er davon ausging, dass der Iran oder ein regionaler Stellvertreter die Täter seien. Er bezeichnete den Terroranschlag auf das saubere Kernkraftwerk Barakah als eine „dunkle Szene, die alle internationalen Gesetze und Normen verletzte“ und warf jene Verantwortlichen vor, die Leben von Zivilisten missachtet zu haben.

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