Die Umweltbehörde der Vereinigten Staaten warnte vor einem möglichen Ausfall eines überhitzten Chemiespeichers in Südcalifornien. Beamte der Umweltbehörde gaben an, dass der Tank versagen könnte und eine chemische Explosion in der Umgebung ausgelöst werden würde. Diese Warnung erfolgte nach Meldungen über die Überhitzung des Speichers, was unmittelbare Sicherheitsbedenken hervorrief.
Der EPA-Administrator Lee Zeldin erklärte, dass verschiedene Szenarien für den möglichen Ausfall des Tanks existierten. Er beschrieb das katastrophalste Szenario als eine Kaskade von Explosionen, bei denen andere Behälter ebenfalls explodierten. Diese Gefahr begründete die umfangreichen Evakuierungen in den umliegenden Gebieten. Die Behörden nannten als wahrscheinlichstes Szenario eine geringe Freisetzung der Chemikalien aus dem Tank.
Um das Risiko einer Explosion zu minimieren, arbeiteten die Verantwortlichen daran, die Temperatur des Chemiespeichers unter 85 Grad Fahrenheit zu halten. Zudem fügten die Beamten einem nahegelegenen Behälter ein neutralisierendes Mittel hinzu, um das Explosionsrisiko zu begrenzen. Bis zu 50.000 Menschen mussten in der Region aus ihren Wohnungen evakuiert werden, da Bedenken hinsichtlich eines Lecks oder einer Explosion bestanden.
Die Bürgermeisterin von Garden Grove warnte die Anwohner eindringlich, die Evakuierungsanordnungen ernst zu nehmen und die Lage als äußerst gefährlich bezeichnete. Gleichzeitig gaben die Behörden in Los Angeles County an, dass derzeit keine unmittelbare Gefahr für die Gemeinden bestand. Die Luftqualitätsmessungen zeigten zudem keine Schadstoffe, was die unmittelbare Gefahr durch eine Luftverunreinigung ausschloss.
Der chemische Vorfall begann am Donnerstag Nachmittag, als ein Leck bei einer Anlage in Garden Grove gemeldet wurde. Der Tank, der von GKN Aerospace besessen wurde, enthielt sechs bis sieben Tausend Gallonen Methylmethacrylat, eine hochentzündliche Chemikalie, welche zur Herstellung von Kunststoffen und Harzen diente. Mehrere Anwälte reichten gegen GKN Aerospace Klage ein, da die Anwohner erhebliche Schäden und Belastungen durch die Evakuierungsanordnungen und die Angst vor Kontamination erlitten.