FaktenBlitz
RSS
Zurück zur Übersicht
Welt

Überschwemmungen in Accra: Dreizehn Tote und Warnung vor weiterem Regen

Regenkatastrophe in Ghana: Infrastruktur und städtische Planung gerieten unter Druck

Überschwemmungen trafen die Hauptstadt Ghana, Accra, und führten zu dem Tod von mindestens dreizehn Menschen. Die Feuerwehr, die an den Rettungsmaßnahmen beteiligt war, berichtete über die katastrophalen Folgen des sintflutartigen Regens. Die Regierung rief die Bevölkerung dazu auf, sich drinnen aufzuhalten oder höhere Lagen aufzusuchen, da die meteorologische Behörde weitere Niederschläge und einen großen Sturm aus östlicher Richtung prognostizierte.

Ein Großteil des Wassers, das während der Niederschläge am Sonntagabend fiel, begann bereits zurückzufließen. Dennoch sagte die Ghana National Fire Service (GNF) an, dass die Todesrate steigen könne, während die Wiederherstellungsarbeiten andauerten. Besonders betroffen waren tiefliegende Gebiete, in denen Wohnhäuser und Fahrzeuge unter Wasser standen, während viele Gebäude zerstört wurden. Notfallteams aus Polizei, Feuerwehr, Militär und der Nationalen Organisation für Katastrophenmanagement wurden in die betroffenen Regionen entsandt.

Das Innenministerium stellte fest, dass es zur Überwachung der Lage und zum Schutz von Leben und Eigentum eingesetzt wurde. Die Feuerwehr rettete bisher über vierhundert siebzig Menschen. Zudem löste die Flut ein großes Feuer in einer Kautschukfabrik der Stadt aus. Einige Einwohner befanden sich gefangen in ihren Häusern, weshalb die Regierung die Bevölkerung aufforderte, sich von überfluteten Straßen fernzuhalten und sofort höhere sichere Orte aufzusuchen.

Die Regierung betonte in einer Erklärung, dass die Bürgerinnen und Bürger bei Gefahr sofort höhere sichere Gebiete aufsuchen sollten und keine überfluteten Straßen überqueren durften. Die Präsidialverwaltung mahnte dazu, bei Überflutungen unverzüglich Hilfe zu rufen. Die Ghanaische Meteorologische Behörde warnte zudem davor, unter Bäumen Schutz zu suchen, lose Stromkabel zu meiden und nicht durch Überschwemmungsgebiete zu gehen oder zu fahren.

Die Flutproblematik in Accra wurde durch ein mangelhaftes Entwässerungssystem verschärft, welches durch verstopfte Abflüsse und illegale Bauwerke auf Wasserwegen beeinträchtigt wurde. Der Präsident veranlasste nach einer Luftaufnahme der Stadt den Abriss aller solch illegalen Strukturen. Experten betonten, dass die Ereignisse nicht isoliert seien, sondern Teil eines Musters seien, das durch den Klimawandel und die ungeplante Urbanisierung verstärkt wurde. Wasser-Organisationen forderten daher stärkere städtebauliche Planung und Vorbereitungsmassnahmen, um Gemeinschaften vor extremen Wetterereignissen zu schützen.

GhanaÜberschwemmungKlimawandelAccra

Teilen

𝕏 Twitter WhatsApp