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Politik

Überwachungskommission gefordert: Medienberichterstattung über Israel und Gaza geriet in der Kritik

Antisemitismusbeauftragte forderten neue Kontrollmechanismen für öffentlich-rechtliche Sender

Die Antisemitismusbeauftragte Jillian Segal forderte eine neue Überwachungskommission, um die Berichterstattung der ABC und SBS über Israel zu prüfen. Sie erklärte vor der königlichen Kommission, dass es eine weit verbreitete Wahrnehmung in der jüdischen Gemeinschaft gab, dass die Berichterstattung der öffentlich-rechtlichen Sender zum Krieg im Nahen Osten ein Ungleichgewicht aufwies. Es bestand die Auffassung, dass eine übermäßige Betonung auf Gaza erfolgte und dass anti-israelische Perspektiven unverhältnismäßig stark gewichtet wurden.

Die Sender betonte, dass sie unabhängige Ombudsmänner besaßen, welche Beschwerden bearbeiteten. Dennoch argumentierte Segal, dass eine externe Kommission die Berichterstattung lenken und orientieren könne. Sie würdigte die Rolle der Medienaufsicht Ofcom, die Untersuchungen durchführen und den Sendern Anweisungen erteilen konnte, wenngleich Ofcom keine Durchsetzungsmacht besaß.

Die Statistiken zeigten, dass die Wahrnehmung von Voreingenommenheit aus den starken Ansichten der Gemeinschaft resultierte, anstatt aus systematischer redaktioneller Bevorzugung. Die ABC gab an, dass ihre Richtlinien die Neutralität, Genauigkeit und Fairness vorschrieben. Dennoch zeigten die Beschwerdedaten, dass 51 Prozent der Beschwerden behaupteten, die Berichterstattung über Israel und Gaza sei pro-palästinensisch gewesen, während 47 Prozent sie pro-israelisch empfanden.

Ein zentrales Problem betraf die Berichterstattung selbst. Es wurden Fehler in Berichten festgestellt, beispielsweise bei der zeitlichen Korrektur von Nachrichten, und die Verwendung von stark überhöhten Statistiken durch den SBS, der die Gesundheitsministerien von Gaza als offizielle Quelle nutzte. Segal betonte, dass die Wahrnehmung bestand, Israel werde ständig in einer negativen Weise dargestellt, was zu Antisemitismus führte.

Die Kommission untersuchte zudem die Definition von Antisemitismus und die Gefahr der Verwechslung von Kritik an israelischen Handlungen mit Antisemitismus. Die Sender wiesen darauf hin, dass ihre Aufgabe darin bestehe, eine ausgewogene und korrekte Information zu liefern, um die Öffentlichkeit zu befähigen, eigene Urteile zu fällen.

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