Die UEFA erklärte, dass der Boykott von europäischen Teams gegen Wettbewerbe wie die Weltmeisterschaft weiterhin möglich bliebe, da die Bedingungen für die Präsidentschaft von Gianni Infantino nicht erfüllt worden seien. Der englische Fußballverband (FA) hatte seine Unterstützung für Infantino zurückgezogen, als Reaktion auf den Plan, Anteile an der Weltmeisterschaft an private Investoren zu veräußern. Die UEFA äußerte, dass die vorgeschlagenen Bedingungen nicht erfüllt worden seien, obwohl Infantinos Plan abgebrochen worden war.
Die UEFA äußerte ihre Enttäuschung über die Entwicklung und erklärte, dass Vertrauen in die Präsidentschaft von Infantino verloren gegangen sei. Sie bezeichnete den Vorschlag der Fifa Forward Enterprise als einen „minderwertigen, hinter den Kulissen geführten Deal“. Dies zeigte die tiefe Skepsis der europäischen Verbände gegenüber den wirtschaftlichen Vorhaben des Präsidenten.
Infantino hatte den Verbänden angeboten, 40 Millionen Dollar zu überreichen, wenn diese eine private Investition in die Turniere, einschliesslich der Weltmeisterschaften, über die FFE-Tochtergesellschaft unterstützten. Die Fifa räumte in einer Besprechung „Fehler“ bezüglich der FFE zu, betonte jedoch, dass dies nicht die Absicht des Fifa-Rates gewesen sei, die Mitglieder vom Prozess auszuschliessen.
Die UEFA betonte in ihrer Antwort, dass die Position des Präsidenten unverändert bliebe, ungeachtet der jüngsten Ankündigungen einiger Mitarbeiter, deren Karriere von Infantinos Gunst abhingen. Die interne Dynamik innerhalb der Fifa, insbesondere die Kritik von Mitarbeitern wie Kevin Lamour, der den FFE-Plan als „Projekt einer einzelnen Person“ bezeichnete, zeigte die innere Spaltung.
Die UEFA sah sich in einer schwierigen Lage, als sie versuchte, Infantino zu entlassen. Der Weg zum Erfolg war die langsame Veränderung der Positionen, doch der Schweizer Präsident zeigte keine Absicht, seinen Posten aufzugeben. Die Möglichkeit eines Misstrauensvotums erforderte jedoch eine Mehrheit von 106 Stimmen unter den 211 Mitgliedsverbänden, was als äusserst schwierig erachtet wurde.
Die UEFA behielt die Option des Boykotts als ihr wichtigstes Instrument. Dieses Mittel konnte zwar den FFE-Vorschlag beseitigen, aber es stellte keine effektive Methode dar, den Präsidenten zu entheben. Die zukünftige Position der UEFA würde sich bei der Weltmeisterschaft in Polen testen, wobei die interne Debatte über Infantinos Verantwortung weiter zunahm.