Der UEFA, die Dachorganisation des europäischen Fußballs, reagierte empört auf Vorschläge der FIFA, private Investitionen in ihre Wettbewerbe, einschliesslich der Weltmeisterschaft, zu suchen. Die globale Sportorganisation FIFA erklärte, sie beabsichtigte die Mittel für die Entwicklung des Fußballs auf über zehn Milliarden Dollar auszudehnen und Drittparteien zur Beteiligung an einem neuen Unternehmen einzuladen. Diese Pläne wurden erstmals in den Finanzzeitungen berichtet, wobei die latter die Möglichkeit ansprach, dass der FIFA-Präsident Gianni Infantino dadurch Millionen von Pfund generieren konnte.
FIFA legte in einer ausführlichen Erklärung dar, dass sie Drittparteien zur Beteiligung an einer Minderheits- und nicht kontrollierenden Investition in eine neue Tochtergesellschaft, die Fifa Forward Enterprise (FFE), einladen wollte. Es wurde erwartet, dass Thrive Eternal, ein amerikanisches Risikokapitalunternehmen, das Joshua Kushner, der Bruder des Schwiegersohns des US-Präsidenten Donald Trump, gründete, die vorgeschlagene Investorengruppe für die FFE leiten würde. Infantino argumentierte, dass jede Nation von den Reichtümern zu profitieren habe, die der Fußball schuf. Er betonte, dass die Popularität des Spiels zu einem beachtlichen kommerziellen Wert geführt habe und diese Erfolge fortgesetzt werden sollten, da sie den gesamten Sport stützte.
Jedoch äusserte der UEFA eine Stellungnahme, welche die Vorschläge kritisierte und behauptete, sie kreuzten eine Grenze. Der UEFA sah die Ankündigung als einen Schritt zu weit und erhöhte die Gefahr einer weiteren Ausweitung der FIFA-Wettbewerbe, um Einnahmen zu steigern, was die eigenen lukrativen Wettbewerbe bedrohen konnte. Der UEFA erklärte: „Dies kreuzt eine Grenze, die die organisierten Institutionen des Fußballs niemals überschreiten sollten.“
Der UEFA betonte, dass die Seele und die Verwaltung des Fußballs keine Vermögenswerte zum Handel seien, insbesondere bei fehlender Transparenz darüber, wer finanziell profitiere. Er stellte klar, dass niemand Eigentümer des Fußballs sei und dass dieser nicht von der FIFA verkauft werden dürfe. FIFA versprach, die Kontrolle über die FFE und die ausschliessliche Autorität über die Fußballverwaltung, den internationalen Spielplan und alle regulatorischen sowie sportlichen Entscheidungen zu behalten.
Die Angelegenheit stand wahrscheinlich auf der Agenda der nächsten FIFA-Ratssitzung im Herbst sowie im Zusammenhang mit der FIFA Interkontinentalmeisterschaft im Dezember. Der Vorschlag konnte bei der FIFA-Kongress in Marokko im März von allen 211 Mitgliedern abgestimmt werden.