Der Ebola-Ausbruch im Osten der Demokratischen Republik Kongo erreichte eine gravierende Phase, als die offiziellen Todesfälle eine düstere Marke von 1.500 überschritten. Experten vermuteten, dass die tatsächliche Zahl der Todesfälle während dieses Ausbruchs wesentlich höher lag. Die Behörden in der DR Kongo bestätigten zudem, dass das Virus schneller verbreitete als bei früheren Ereignissen. In dieser Zeit zeigte sich im Nachbarland Uganda ein völlig anderes Bild.
Der Gesundheitsminister Ugandas beschrieb den Moment der Freude, als der letzte Ebola-Patient vor zwei Wochen aus dem Krankenhaus entlassen wurde. Uganda verzeichnete nur zwanzig Fälle und zwei Todesfälle durch das Virus. Dr. Kasonde Mwinga, Chef der Weltgesundheitsorganisation in Uganda, erklärte, dass die relativ geringe Zahl der Opfer nicht zufällig war. Sie betonte, dass die Bevölkerung in die Vorbereitung investiert hatte.
Uganda hatte neun Ebola-Fälle seit dem Jahr 2000 verzeichnet, wobei Beamte dort berichteten, dass aus vergangenen Tragödien Lektionen gelernt wurden, welche die Krankheit mehrmals aufhielten. Ein Beispiel war der Fall eines zwölfjährigen Mädchens aus Luwero im Jahr 2011. Durch Isolierung und das Tragen persönlicher Schutzausrüstung verhinderten die Maßnahmen die Verbreitung des Virus, welches später als Ebola bestätigt wurde. Die Regierungsperson Alan Kasujja erklärte, dass man Ebola kannte und wusste, wie man damit umging.
Der erste bekannte Fall in Uganda entstand durch einen Mann aus der DR Kongo, der zur Behandlung in das Land kam. Nachdem die Gesundheitsbehörden mehrere Importfälle bestätigten, aktivierten sie ein Spezialzentrum für Ebola in Mulago im Hauptstadt Kampala. Der Leiter der Einrichtung, Dr. David Kaggwa, berichtete, dass die Einrichtung über vorhandene medizinische Vorräte und ein Notfallteam verfügte, sodass die Patienten schnell aufgenommen werden konnten.
Von den zwanzig positiv getesteten Personen in Uganda stammten fünfzehn aus der DR Kongo. Dr. Kaggwa vermutete, dass die Patienten, die Symptome wie Kopfschmerzen, Fieber und Erbrechen zeigten, direkt in die Behandlungseinheiten kamen. Da diese Patienten nicht durch allgemeine Krankenhäuser gingen, sondern Kontakt mit den Patienten und den medizinischen Mitarbeitern hatten, bestand wenig Gelegenheit für eine Verbreitung in der Gemeinschaft.
Um die Ausbreitung zu stoppen, schlossen die Behörden zudem die Grenze zwischen Uganda und der DR Kongo, obwohl dies finanzielle Auswirkungen für die dort lebenden Ugander hatte. Uganda reagierte schnell und besaß einen Vorteil gegenüber der DR Kongo bei der Reaktion auf das Virus. Uganda erkannte den Ausbruch erst dann, als die DR Kongo mehrere Infektionen bekannt gab. Die Überwachungsmechanismen, die in Uganda eingerichtet wurden, ermöglichten es, alle Patienten rasch zu identifizieren.
In der DR Kongo behinderten mangelhafte Planung, logistische Engpässe und die Einstellung unerfahrener Mitarbeiter die Überwachung. Ein Felduntersucher berichtete, dass die Krankheit erst entdeckt wurde, nachdem sie bereits verbreitet war. Die Instabilität in Ost-DR Kongo, insbesondere die militärische Herrschaft in Ituri und die Präsenz von bewaffneten Gruppen wie den M23-Rebellen, erschwerten die Eindämmung zusätzlich. Die Konflikte und die informellen Handelswege erhöhten die Gefahr der Verbreitung.
Uganda konnte über 6.000 Kontakte von Personen, die Ebola hatten, während des Ausbruchs isolieren. Diese Kontakte wurden für eine Inkubationszeit von einundzwanzig Tagen getrennt. Dr. Kaggwa betonte, dass dies entscheidend war, da Fälle üblicherweise von diesen Kontakten stammten. Uganda erklärte zudem, dass es dank seiner Schnelligkeit und der Vollständigkeit der Nachverfolgung erfolgreich war. Das Gesundheitsministerium verkündete, dass es die Ausrufung des Ausbruchs beenden konnte, da der erste Fall importiert wurde und keine unbegründete gemeinschaftliche Übertragung stattfand.