Der Präsident Ugandas, Yoweri Museveni, feierte seine Inauguration für das rekordverdliche siebte Mal in Folge. Er hatte seine Amtszeit nach seinem Wahlsieg bei den umstrittenen Wahlen im Januar verlängert und etablierte sich damit als einer der am längsten regierenden Herrscher Afrikas. Vor der Zeremonie wurden in der Hauptstadt Kampala erhebliche Sicherheitsmaßnahmen, darunter gepanzerte Fahrzeuge, eingesetzt, welche die Polizei als notwendige Schritte zur Wahrung der öffentlichen Ordnung erklärte.
In seiner Eröffnungsrede forderte Museveni, dass seine neue Amtszeit als eine Zeit ohne Schlaf für alle Ugander betrachtet werden sollte. Er bat die Bevölkerung, sich auf die Schaffung von Wohlstand und Arbeitsplätzen zu konzentrieren und auf den Fortschritt der letzten vierzig Jahre durch den Frieden und den Aufbau von Infrastruktur aufzubauen. Museveni gewann die Wahl mit über 70 Prozent der Stimmen, und seine Amtszeit endete voraussichtlich im Jahr 2031.
Sein Hauptrivale, der Popstar und Politiker Bobi Wine, lehnte das Ergebnis ab und behauptete, die Wahl sei durch ‘Stimmmanipulation’ verzerrt worden. Die Wahlbeamten wiesen diese Anschuldigung jedoch zurück. Der 44-jährige Oppositionsführer Robert Kyagulanyi Ssentamu floh nach der Wahl und äußerte die Befürchtung, dass das Regime ihn eliminieren wollte.
Die Regierung versicherte, dass die Wahlen frei und fair stattfanden, und Museveni bezeichnete die Opposition als Terroristen, die versuchten, die Ergebnisse durch Gewalt rückgängig zu machen. Die Sicherheitskräfte veranlassten Raubzüge gegen Wine und seine Familie, was zu weiteren Kritikpunkten hinsichtlich der Behandlung politischer Gegner führte.
Zusätzlich zu den politischen Spannungen kam es zu Kritik an den Sicherheitsmaßnahmen. Amnesty International berichtete, dass zwischen dem 15. und 18. Januar mindestens sechzehn Menschen durch Militär und Polizei getötet worden waren. Zudem kritisierte die Menschenrechtsorganisation die Behandlung eines weiteren wichtigen Oppositionspolitikers, Kizza Besigye, der seit Ende 2024 in Haft blieb. Die Regierung verabschiedete zudem ein Souveränitätsgesetz, welches Handlungen kriminalisierte, die als ‘Interessen eines Ausländers gegen jene Ugandas’ angesehen wurden.