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Politik

Vere. Diplomaten erhalten keine Schwierigkeitszulage mehr für Auslandseinsätze

Das britische Außenministerium kürzte die Zahl der Gebiete, für die zusätzliche Vergütungen gezahlt wurden.

Britische Diplomaten erhielten ab sofort keine Schwierigkeitszulagen mehr für ihre Einsätze in bestimmten Regionen. Das britische Außenministerium entfernte zahlreiche Standorte aus der Liste der Gebiete, in denen Beamte für die Arbeit in gefährlichen Städten oder Regionen mit hohem Gesundheitsrisiko zusätzliche Vergütungen erhielten. Diese Maßnahme betraf beispielsweise Städte wie Buenos Aires und Santiago in Südamerika sowie Pyongyang in Nordkorea und Bamako in Mali. Die Liste der Orte, für die diese Zulagen galt, umfasste zuvor viele Problemzonen, aber auch beliebte Urlaubsziele wie Bali und Rio de Janeiro.

Die Entscheidung löste Kritik von konservativen Kräften aus. Der Vorsitzende der Tory-Partei, Kevin Hollinrake, äußerte die Ansicht, dass es unfair sei, Steuerzahler für diese Destinationen aufkommen zu lassen. Er betonte, dass Beamte durch diese Vergütungen für Einsätze in solchen Gebieten aufkommen mussten, was er als unzumutbar ansah. Er versprach, die Größe des Verwaltungsdienstes zu reduzieren, falls die Konservativen an die Macht kämen.

Das Außenministerium verteidigte das System jedoch entschieden. Ein Sprecher erklärte, dass britische Diplomaten weltweit für das Land arbeiteten, auch in den schwierigsten politischen und physischen Umgebungen der Welt. Man betonte die Pflicht zur Fürsorge für die Mitarbeiter und stellte klar, dass die Vergütungen die spezifischen Umstände des Einsatzortes widerspiegelten, analog zu den Bedingungen in der Privatwirtschaft.

Die Zulagen dienten dazu, das zusätzliche Risiko und die Herausforderungen des Lebens im Ausland auszugleichen. Faktoren, die in die Bewertung einbezogen wurden, umfassten Sicherheitsmaßnahmen, das Klima, Naturkatastrophen und die Auswirkungen auf die Lebensqualität. Die Vergütungen wurden über Jahrzehnte hinweg angewandt und dienten dazu, das Personal und deren Familien für die zusätzlichen Kosten und Herausforderungen zu entschädigen.

Zuvor wurden beispielsweise für Einsätze in Karachi, Pakistan, oder Abuja, der Hauptstadt von Nigeria, höhere Beträge gezahlt. Die Anpassung der Regelungen zeigte, dass die Regierung die finanzielle Belastung für die Steuerzahler neu bewertete, während die Notwendigkeit der Unterstützung für die Diplomaten beibehalten wurde.

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