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Technologie

UK-Mobilfunknetz lag hinter EU und G7-Ländern zurück

Analyse zeigt massive Defizite bei Abdeckung und Geschwindigkeit

Die mobile Internetabdeckung im Vereinigten Königreich verzeichnete eine schlechtere Lage als in allen 27 Mitgliedstaaten der Europäischen Union sowie bei allen anderen großen Volkswirtschaften der G7-Gruppe. Eine Analyse von Daten der Verbrauchergruppe Which? basierend auf Opensignal-Daten belegte diese Feststellung. Während die britischen Urlaubsgäste auf europäischen Stränden Online-Videos sahen, existierte die Signalqualität zu Hause in der Nation deutlich schlechter. Die Infrastruktur des Landes hinkte den Anforderungen einer modernen Wirtschaft hinterher.

Die britische Telekommunikationsinfrastruktur zeigte signifikante Mängel in verschiedenen Leistungsbereichen. Das Land rang global mit dem siebzigsten Platz hinsichtlich der Netzwerkleistung und mit dem siebzigsten Platz bei den Downloadgeschwindigkeiten. Zudem erreichte die konsistente Qualität, die für Anwendungen wie Videotelefonie, Streaming und Spiele notwendig war, nur den fünfundfünfzigsten globalen Rang. Mehr als ein Drittel der Nutzer berichtete in den letzten zwölf Monaten über Probleme mit ihrem Mobilfunkdienst, darunter Verbindungsabbrüche und langsame Datenübertragungen.

Obwohl die Kosten für mobile Dienste im Vereinigten Königreich unter den Vergleichsländern lagen, hinkte die Infrastruktur hinterher. Die Abdeckung der 4G-Netze bei allen Anbietern stieg im Mai um drei Prozentpunkte auf 84 Prozent, wie der britische Regulierungsbehörde Ofcom berichtete. Die Abdeckung des 5G-Netzes bei allen Anbietern erreichte jedoch nur sechzig vier Prozent. Dies hinterließ große Teile des Landes, insbesondere ländliche Gebiete, ohne Zugang zu schnellerem Mobilfunkinternet.

Natalie Hitchins, Leiterin für Produkte und Dienstleistungen bei Which?, betonte, dass ein guter Tarif wenig wert sei, wenn Nutzer ständig mit schlechtem Signal, langsamen Datenraten oder abgebrochenen Verbindungen kämpften. Sie erklärte, dass die mobile Infrastruktur des Vereinigten Königreichs den Bedürfnissen der Bevölkerung nicht mehr gerecht wurde. Sie forderte eine gemeinsame Anstrengung von Regierung, Ofcom und Industrie, um Investitionen zu verbessern, Abdeckungsziele an die reale Leistung anzupassen und die Hürden zu beseitigen, die den Netzwerkausbau behinderten.

Zu den Investitionshemmnissen gehörten unflexible Planungsregeln sowie Streitigkeiten zwischen Grundstückseigentümern und den Betreibern über den Wert des Landes, das für Mobilfunkmasten genutzt wurde. Die Verbrauchergruppe hob zudem die mangelhafte Netzabdeckung auf den britischen Eisenbahnen hervor, welche die Mobiltelefone und WLAN-Verbindungen an Bord beeinträchtigten. Im Vergleich zu Deutschland, das Mindestdownloadgeschwindigkeiten von 100 Megabit pro Sekunde auf Hauptstrecken und 50 Megabit pro Sekunde auf anderen Routen einführte, bewertete die Gruppe die Eisenbahnabdeckung des Vereinigten Königreichs als mangelhaft ein.

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