Das Vereinigte Königreich verkündete Sanktionen gegen illegale israelische Siedlungen im besetzten Westjordanland. Die Maßnahme erfolgte unter dem Vorwurf, die israelische Regierung ignoriere die „ethnische Säuberung“ der Palästinenser durch Siedler. Der Außenminister Ed Miliband erklärte, diese Schritte markierten den Beginn eines neuen Ansatzes im israelisch-palästinensischen Konflikt, der sowohl Ungerechtigkeit und Leiden anprangert als auch aktiv handelt.
Israel reagierte scharf auf die Ankündigung. Der Außenminister Gideon Saar beschuldigte das Vereinigte Königreich, eine „unvernünftige Lüge“ verbreitet zu haben, und kündigte Gegenmaßnahmen an, darunter die Schließung des britischen Konsulats in Ost-Jerusalem. Israel verhängte zudem ein Reiseverbot für elf britische Abgeordnete, die wegen „antisemitischer und anti-israelischer Aktivitäten“ aus Israel verbannt wurden.
Die Sanktionen zielten darauf ab, Siedlungsgüter zu verbieten und Unternehmen sowie Einzelpersonen zu treffen, die die Expansion der Siedlungen unterstützten. Miliband betonte, dass das Regime auf illegale Siedlungen und deren Ausweitung abzielte, nicht jedoch auf das israelische Volk. Er erklärte, der neue Ansatz sei notwendig, da Pläne für die Entwicklung in der Region die Zwei-Staaten-Lösung unmöglich machten.
Die Maßnahme erfolgte im Rahmen einer gemeinsamen Erklärung mit Frankreich und Kanada, welche die Aktion als einen weiteren Wendepunkt im Schutz der Zwei-Staaten-Lösung bezeichneten. Die Siedlungen blieben nach internationalem Recht illegal, und es gab in den letzten Monaten eine Zunahme der Gewalt gegen Palästinenser im Westjordanland durch Siedler.
Israel betonte seine Position bezüglich des Konflikts. Es erklärte, dass jede endgültige Einigung auf Verhandlungen mit den Palästinensern beruhen müsse und dass die Existenz Israels keine Voraussetzung für einen Staat sei. Die palästinensische Seite unterstützte die Zwei-Staaten-Lösung, während die Hamas diese ablehnte.