Das Vereinigte Königreich unterzeichnete ein neues Handelsabkommen mit der Schweiz, welches den Reisenden eine schnellere Durchreise durch Flughäfen ermöglichte. Das Abkommen erlaubte den Briten erstmals die Nutzung von elektronischen Reisegate (E-Gates) bei der Einreise. Handelsminister Peter Kyle bezeichnete die Vereinbarung als den bedeutendsten Dienstleistungsverkehrsvertrag, den das Vereinigte Königreich je aushandelte.
Im Rahmen dieses Abkommens wurden zudem die mobilen Roaming-Gebühren für Touristen und Fachleute, die beide Länder besuchten, gestrichen. Die Regierung schätzte, dass dieses Abkommen den britischen Export in die Schweiz langfristig um 5,2 Milliarden Pfund pro Jahr steigern würde.
Ein zentraler Bestandteil des Vertrages betraf die Mobilität von Dienstleistungen. Ein Abkommen zur Dienstleistungsmobilität, das Unternehmen erlaubte, Dienstleistungen bis zu neunzig Tage ohne Arbeitserlaubnis zu erbringen, wurde nun dauerhaft festgeschrieben. Zudem durften britische Arbeitnehmer bis zu fünf Jahre ohne strenge wirtschaftliche Prüfungen in die Schweiz wechseln.
Die Regierung teilte mit, dass britische Reisepässe ab Ende dieses Jahres an den E-Gates am Flughafen Zürich genutzt werden konnten. Flughäfen in Genf und Basel kündigten zeitnah einen Zeitplan für die Einführung an.
Dieses Regelwerk stand separat von der Umsetzung des neuen Grenzkontrollsystems der Europäischen Union (EES) für die Schweiz. Britische Staatsbürger durften dabei die EU-E-Gates nutzen. Darüber hinaus gewährte das Abkommen den britischen Unternehmen die Möglichkeit, Personal für eine begrenzte Zeit in die Schweiz zu entsenden, um Verträge zu erfüllen.
Der Deal bestätigte auch die Fortführung der bestehenden Schutzbestimmungen für geistiges Eigentum. Die britische Pharmaindustrie sicherte sich dabei die Beibehaltung der aktuellen Schutzregime, was die Zugänglichkeit zu generischen Medikamenten für die nationale Gesundheitssicherheit gewährleistete.
Der Deal markierte den Abschluss einer Reihe internationaler Handelsabkommen für das Vereinigte Königreich. Er diente dazu, die Möglichkeiten für britische Unternehmen zu erweitern und Investitionen im Inland zu fördern. Die Vereinbarung stellte somit eine erhebliche Erleichterung für Geschäftsleute und Reisende dar.