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Ukrainische Frau als Hauptverdächtige bei Bombenanschlag in Monaco identifiziert

Interpol erließ Rotenachweis gegen Anastasiia Berezovska; deutsche Behörden suchten Wohnung

Eine ukrainische Frau wurde als Hauptverdächtige bei einem Paketbombensuch in Monaco identifiziert. Die Frau Anastasiia Berezovska, 39 Jahre alt, sprach Deutsch und stand unter Interpol-Rotenachweis. Sie wurde wegen versuchter Mord, der Platzierung eines Sprengstoffs auf einer öffentlichen Straße mit krimineller Absicht sowie krimineller Verschwörung gesucht. Die Tat führte zu schweren Verletzungen eines sanktionierten ukrainischen Multi-Millionärs und zwei weiteren Personen.

Vor dem späten Abend des Montags, kurz vor 21:00 Uhr, legte eine Person ein Paket in den Eingangsbereich eines kleinen Wohnhauses ab. Kurz darauf erfolgte eine Explosion. Die Detonation ereignete sich, als drei Bewohner den Eingang betraten: ein Paar und ein 13-jähriger Junge. Die Verdächtige, die auf den Überwachungskameras erschien, trug eine dunkle Bucket-Mütze und floh anschließend in Richtung der französischen Gemeinde Beausoleil.

Die Ermittler konnten die Verdächtige anhand von Fotos der Interpol identifizieren. Das Foto zeigte eine Frau mit dunklen, schulterlangen Haaren. Der Rotenachweis enthielt zudem die Information, dass sie eine Tätowierung am rechten Arm besaß, die „möglicherweise“ eine Schlange darstellte. Der Staatsanwalt von Monaco dankte der Polizei aus Monaco und Frankreich für die Zusammenarbeit, welche die Identifizierung der mutmaßlichen Täterin in einer besonders kurzen Zeit ermöglichte.

Parallel dazu suchten die deutschen Behörden die Wohnung der 39-jährigen ukrainischen Frau im Bezirk Main-Taunus am Donnerstag durch. Spezialeinheiten durchsuchten die von ihr genutzte Fahrzeuge. Beweismittel wurden gesichert und den monégasquischen Behörden übergeben. Die hessischen Sicherheitsbehörden unterstützten die monégasquischen Ermittlungen und pflegten enge Kontakte zu diesen.

Die Opfer des Anschlags erlitten schwere Verletzungen. Die Erwachsenen wurden ins Krankenhaus gebracht, während das Kind leichte Verletzungen erlitt und in nicht kritischem Zustand im Kinderkrankenhaus in Nizza aufgenommen wurde. Die Identitäten der Opfer wurden von Monaco nicht bestätigt. Lokale Berichte deuteten jedoch darauf hin, dass der Angriff Vadym Yermolaiev, seinen Partner und seinen Sohn, ins Visier nahm. Yermolaiev, ein wohlhabender Immobilienentwickler, war ein Bürger Zyperns und besaß große Interessen im Wein- und Alkoholgeschäft in der russisch annektierten Krim. Er war seit 2023 Gegenstand von Sanktionen der Regierung in Kiew.

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