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Politik

UN-Experten forderten die Freilassung britischer Spionen

UN-Experten kritisierten Verfahrensfehler und politische Verflechtungen in der iranischen Haft

UN-Sonderberichterstatter forderten die Freilassung eines britischen Paares, Lindsay und Craig Foreman, die wegen Spionagevorwürfen zehn Jahre Haft in einem iranischen Gefängnis verurteilt worden waren. Die Experten bezeichneten die Verfahren gegen die beiden als von gravierenden Unregelmäßigkeiten geprägt. Die Verhaftung fand im Januar 2025 statt, als das Paar auf einer Rundreise mit dem Motorrad durch das Land reiste.

Die Foreman verweigerten jegliche Schuldzuweisung. Sie befanden sich nun auf Hungerstreik in der Evin-Gefängnis in Teheran und verweigerten die Nahrungsaufnahme, nachdem der Kontakt zu ihrer Familie letzten Monat abgebrochen worden war. Die UN-Experten erklärten, dass die Haft nicht gerechtfertigt sei, da nach dreißig Tagen ohne Nahrung ein medizinischer Notfall vorläge.

Dr. Alice Edwards, Sonderberichterstatterin für Folter und grausame, unmenschliche oder erniedrigende Behandlung, sowie Mai Sato, Sonderberichterstatterin für Menschenrechte in Iran, äußerten ihre Besorgnis. Sie bemerkten, dass die Foreman möglicherweise für politische Hebel eingesetzt wurden und die Verurteilung auf hochgradig fragwürdigen Grundlagen erfolgte. Die Verfahren erfüllten die grundlegenden Garantien eines fairen Gerichtsverfahrens nicht.

Die Experten appellierten an die iranischen Behörden, ihre Verurteilungen aufzuheben. Gleichzeitig forderten sie die britische Regierung auf, alle diplomatischen Mittel zu nutzen, um die Freilassung des Paares zu erreichen. Die letzte Konsularbesuch der Foreman fand im Dezember statt.

Der Sohn von Lindsay, Joe Bennett, der für die Freiheit der beiden engagiert hatte, berichtete, dass ihnen die Teilnahme an ihrer eigenen Berufungshöring nicht gestattet wurde. Sein Vater betonte, dass Menschen nicht in Gefängniszellen zurückgelassen werden durften. Bennett betonte zudem, dass jede ernsthafte Friedensrahmenarbeit mit dem Iran die Schicksale ausländischer Häftlinge berücksichtigen müsse.

IranMenschenrechteUNHaft

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