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Evakuierungsplan im Hormus-Straße pausiert nach Angriff auf Frachtschiff

UNO-Organisation setzte die Operation aus, um Sicherheitsgarantien zu gewährleisten

Die Internationale Seeschifffahrtsorganisation (IMO) pausierte den geplanten Evakuierungsplan für über elftausend Seeleute, die in der Hormus-Straße gefangen waren. Diese Maßnahme erfolgte nach dem Angriff auf ein Frachtschiff, welches durch den Wasserweg fuhr. Der Chef der IMO, Arsenio Dominguez, erklärte, dass die Organisation sicherstellen wollte, dass „notwendige Sicherheitsgarantien“ weiterhin in Kraft blieben.

Die britische maritime Sicherheitsbehörde UKMTO berichtete am Donnerstag, dass ein Schiff etwa sieben Komma fünf nautische Meilen südöstlich des Hafens von Dahit in Oman durch eine „unbekannte Projektil“ getroffen wurde. Es wurden keine Todesfälle gemeldet. Die Reederei Vanguard berichtete zudem, dass das Schiff, ein von Singapur registriertes Schiff, die Ever Lovely, trotz des Angriffs den Kanal durchquerte.

Die Blockade der Hormus-Straße, einer kritischen Wasserstraße für Öl- und Gaslieferungen, entstand seit Februar infolge des Konflikts zwischen den Vereinigten Staaten und Israel und Iran. Die UN-Evakuierungsbemühungen wurden erst am Dienstag angekündigt, nachdem die Straße wieder geöffnet worden war. Dominguez betonte in einer Erklärung, dass das angegriffene Schiff nicht unter den Evakuierungsrahmen der IMO fiel. Er fügte hinzu, dass die Sicherheit der Seeleute oberste Priorität behielt und der Evakuierungsplan bis zur Klärung weiterer Informationen pausiert wurde.

Die Situation in der Region war durch die diplomatischen Verhandlungen zwischen den Vereinigten Staaten und dem Iran geprägt. Die USA und Iran hatten eine Vereinbarung getroffen, die die Waffenruhe beendete und den Iran eine „besten Anstrengungen für die sichere Durchfahrt kommerzieller Schiffe ohne Gebühr für sechzig Tage“ verlangte. Allerdings plante Teheran, maritime Dienstleistungsgebühren anstelle von Zöllen für die Durchfahrt zu erheben. Diese Planung stieß auf heftigen Widerstand seitens der Vereinigten Staaten, deren Außenminister Marco Rubio warnte, dass kein Staat Zölle auf die Hormus-Straße erheben dürfe, welche er als „internationalen Wasserweg“ bezeichnete.

Obwohl die Kosten für Rohöl seit der Unterzeichnung einer gemeinsamen Erklärung zwischen den USA und dem Iran am 17. Juni, welche eine sechzigtägige Verhandlungsperiode bezüglich des nuklearen Programms und anderer Maßnahmen zur Beendigung des Krieges festlegte, tendenziell sanken, stieg der Ölpreis kurzzeitig auf $73,23 pro Barrel. Die anhaltende geopolitische Spannung beeinflusste die Lage in der Region maßgeblich und führte zu einer Neubewertung der maritimen Sicherheitsrisiken.

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