Nach dem Sieg von Paris Saint-Germain in der UEFA Champions League gegen Bayern München kam es in der Region Paris zu erheblichen Unruhen. Die Feierlichkeiten, die auf die Qualifikation für das Finale in Budapest ausgerichtet waren, wurden durch eine Reihe von Störungen überschattet. Der Innenminister verurteilte die Gewalt und berichtete, dass insgesamt 127 Personen in der gesamten Region Paris festgenommen wurden, wovon 107 in der Hauptstadt selbst waren. Mehrere Verletzte wurden gemeldet, darunter eine Person, die schwer verletzt wurde, sowie zwanzigdreißig Polizeibeamte, die leichte Verletzungen erlitten.
Während die Großveranstaltungen in vielen Bereichen von Paris ohne größere Zwischenfälle abliefen, kam es im Zentrum der Stadt zu Sachbeschädigungen. Mehrere Mülleimer und Fahrzeuge wurden angezündet, und die Polizei setzte Schlagstöcke ein, um Personen vom Stadion am Parc des Princes fernzuhalten. Der Minister betonte, dass Versuche, den Ringweg Paris zu blockieren, erfolgreich verhindert wurden. Er äußerte seine Enttäuschung über diese Eskalationen, die er als zunehmend häufige Erscheinung an den Abenden des PSG-Sieges ansah.
Die jüngsten Ausschreitungen waren weniger gravierend als bei früheren Finalen, bei denen Hundert Menschen festgenommen und zwei Personen in Frankreich ums Leben kamen. Dennoch verursachte die aktuelle Gewalt erhebliche Schäden und Verletzungen. Es wurde berichtet, dass zahlreiche Personen versuchten, Polizeibeamte anzugreifen und lokale Geschäfte zu plündern.
Der Bürgermeister von Paris, Emmanuel Grégoire, zeigte sich anwesend und befürwortete eine große Feier für das diesjährige Finale. Der Innenminister sah in dieser Initiative jedoch ein unilaterales Vorgehen und warnte vor der Gefahr weiterer Unruhen, insbesondere im Hinblick auf das bevorstehende Spiel in Budapest. Er betonte, dass jegliche Störung nicht toleriert werden würde und eine sehr entschlossene Reaktion erfolgen werde.