Eine Untersuchung wurde angeordnet, nachdem ein Gebäudeflamm in der nordindischen Stadt Lucknow am Montag zu mindestens fünfzehn Todesopfern führte. Das Gebäude beherbergte einen Tierladen sowie ein Animationszentrum. Zeugen berichteten von Menschen, die versuchten, aus Fenstern zu springen oder über Kabel hinabzusteigen, während die Rettungsteams eine Wand durchbrachen, um Leben zu retten.
Die Ursache des Brandes blieb bis dato unklar. Die Behörden erklärten, dass das Gebäude keine Notausgänge besaß und die Menschen in Rauch gefangen blieben, als die Rauchentwicklung sich ausbreitete. Die Tragödie verstärkte die Besorgnis hinsichtlich der Brandsicherheit in dicht besiedelten kommerziellen Gebäuden Indiens, da in jüngster Zeit mehrere tödliche Brände Verstöße gegen die Brandschutzvorschriften aufzeigten.
Die Opfer umfassten Auszubildende und Mitarbeiter, die zum Zeitpunkt des Brandes im Gebäude befanden, so gaben die Beamten und Angehörige an. Der Brand wurde gegen 14:45 Uhr Ortszeit in der dicht besiedelten Gegend Aliganj in Lucknow gemeldet.
Die Flammen und der Rauch umgaben den einzigen Treppenhausbereich und versperrten den einzigen Ausgang. Die Feuerwehr erreichte die Terrasse über ein benachbartes Gebäude und brach eine Seitenwand auf, um die Rettungsarbeiten zu beginnen. Zeugen beschrieben Panik, als die eingeschlossenen Personen versuchten, dem Rauch zu entkommen. Einige kletterten über Stromkabel hinab, andere sprangen aus den Fenstern.
Ein weiterer Zeuge berichtete, dass lokale Anwohner nach dem Rauch aus dem Gebäude eilten. Er bestätigte, dass fünf oder sechs Menschen gerettet wurden, wobei ein Mann aus dem Gebäude sprang und schwer verletzt wurde. Angehörige einiger Opfer berichteten, dass sie während der Gefangenschaft versuchten, Kontakt zu ihren Familien aufzunehmen. Einige Opfer konnten ihre Angehörigen telefonisch erreichen, bevor es zu spät war.
Die Polizei reichte Anklagen wegen Handlungen, die Leben gefährdet oder beeinträchtigt hatten, ein und verhaftete vier Personen im Zusammenhang mit dem Brand. Zudem wurden vier Amtsträger suspendiert. Die Brandursache wurde noch nicht ermittelt, doch die Ereignisse machten deutlich, dass dringender Handlungsbedarf bezüglich der Einhaltung der Sicherheitsbestimmungen besteht.