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Politik

US-Angriffe töteten indische Seeleute im Golf von Hormuz

Indien verurteilte die militärischen Maßnahmen und forderte Dialog

Die indische Regierung äußerte nach dem Tod von drei indischen Seeleuten durch US-militärische Angriffe einen „starken Protest“. Drei indische Seeleute starben bei Angriffen von US-Truppen auf Öltransporter, die durch den Hormus-Strait segelten. Das US-Kommando bestätigte, dass seine Flugzeuge zwei Hellfire-Raketen auf den Maschinenraum des MT Settebello abfeuerten, als dieser im Golf von Oman segelte.

Die Vereinigten Staaten erklärten, ihre Streitkräfte hätten „präzise Angriffe“ gegen das Schiff verübt, nachdem die Besatzung wiederholt die Anweisungen missachtet hatte. Washington behauptete, das Schiff verstöße gegen die militärische Blockade iranischer Häfen zu begehen, welche es im April einführte, um Einnahmen zu kürzen und Druck auf Teheran auszuüben, da Friedensgespräche scheiterten.

Nach dem Vorfall wurden einundzwanzig der indischen Besatzungsmitglieder auf dem MT Settebello gerettet, doch drei Personen verschwanden. Die indische Regierung bestätigte am Donnerstag, dass die Leichen der drei Toten auf dem Schiff gefunden wurden, was der erste Todesfall war, seit die USA die Blockade verhängt hatten. Die Verstorbenen waren Patnala Suresh, ein leitender Ingenieur, Aditya Sharma, ein Bootsmann und Shivanand Chaurashiya, ein Mechaniker.

Sarbananda Sonowal, Minister für Schifffahrt und Häfen Indiens, bezeichnete den Verlust als „tiefen Verlust für unsere maritime Familie“. Die indische Regierung verurteilte den Angriff scharf und rief in Reaktion auf die Todesfälle einen hochrangigen US-Diplomaten zu. Der Sprecher des Außenministeriums Randhir Jaiswal erklärte: „Diese Angriffe mussten aufhören und enden. Wir forderten zudem Dialog und Diplomatie, damit wir eine frühe Rückkehr zum Frieden und zur Stabilität in der Region erzielen konnten.“

Der Generalsekretär der indischen Seeleute, Manoj Yadav, äußerte seine Überzeugung: „Ich war vollkommen davon überzeugt, dass die US-Marinekräfte wussten, wie viele Inder und andere Ausländer auf diesen Schiffen befanden. Hätten die Schiffe die Anweisungen nicht befolgt, hätten sie festgehalten werden können.“

Indien überwachte daraufhin die indischen Flaggen und Besatzungen in der Golfregion genau. Das Schiff war eines von drei Tankern mit indischer Besatzung, die in dieser Woche von US-Raketen getroffen wurden, was die bereits angespannten diplomatischen Beziehungen zwischen Delhi und Washington weiter belastete. Indien stellte zudem fest, dass seine Seeleute fast fünfzehn Prozent der globalen maritimen Arbeitskräfte ausmachten, und die Lage im Hormus-Strait verstärkte die Spannungen zwischen den Mächten.

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