Die US-Gesandten Steve Witkoff und Jared Kushner befanden sich in Doha, um die Verhandlungen zwischen den Vereinigten Staaten und dem Iran mit Vermittlern zu besprechen. Der Sprecher des Außenministeriums des Katar, Majed al-Ansari, erklärte, dass keine hochrangigen Treffen oder direkten Gespräche zwischen den beiden Seiten in den kommenden Tagen angesetzt waren. Diese Aussage betonte, dass die Gespräche auf regionalen Themen konzentriert blieben, darunter die Verhandlungen mit dem Iran sowie die Lage in Libanon und anderen regionalen Angelegenheiten.
Der Hintergrund dieser diplomatischen Spannungen resultierte aus einem Austausch von Blockaden, den die Vereinigten Staaten und den Iran führten. Der Konflikt entzündete sich nach einer Auseinandersetzung um die Wiedereröffnung der entscheidenden Wasserstraße Hormus. Die Blockaden bedrohten ein vorläufiges Abkommen, das darauf abzielte, den viermonatigen Krieg zwischen den USA, Israel und dem Iran zu beenden.
Vor zwei Wochen hatte Pakistan und Katar ein Verständnisdokument vermittelt, welches die Länder verpflichtete, militärische Operationen auf allen Fronten einzustellen und die Straße von Hormus unverzüglich wieder zu öffnen. Dieses Dokument sah auch eine Frist von mindestens sechzig Tagen vor, um eine endgültige Einigung zu erzielen, welche den nuklearen Programm des Iran, die US-Sanktionen und einen dauerhaften Waffenstillstand umfasste.
Die jüngsten Schlagabtausch-Ereignisse traten auf, als der Iran einen Frachtschiff angriff, nachdem Versuche unternommen worden waren, Oman für den Verkehr in den südlichen Teilen der Straße zu öffnen. Obwohl ein US-Beamter am Sonntagabend erklärte, dass beide Seiten „vorerst aufhören“ sollten und Schiffe „frei bewegen“ dürften, verneinte der iranische stellvertretende Außenminister, dass technische Gespräche in dieser Woche geplant seien. Die US-Präsidentschaft antwortete daraufhin, dass der Iran ein Treffen in der Hauptstadt des Katar angefordert hatte.
Der Sprecher des Katar bestätigte, dass die US-Gesandten zwar mit Vermittlern sprachen, aber keine direkten Verhandlungen mit iranischen Beamten stattfanden. Er betonte, dass es zwar einen Gesprächskanal für technische Details gab, aber keine direkten Verhandlungen zwischen den Parteien vorgesehen waren. Die Freigabe von sechs Milliarden Dollar iranischer Vermögenswerte, die in Katar gesperrt waren, hing von den Fortschritten in den Gesprächen zwischen den USA und dem Iran ab, welche noch nicht erreicht worden waren. Der Iran erklärte daraufhin, dass die Schritte zur Entsperrung der Gelder im Gange seien.