Das US-Militär informierte über den Einsatz eines Helikopters, der Raketen auf ein Frachtschiff abfeuerte. Die Aktion diente dazu, die Steuerungseinrichtung eines Schiffes lahmzulegen, welches versuchte, die US-Blockade der iranischen Häfen zu verletzen. Die US-Zentrale Kommandostruktur (Centcom) berichtete, dass das MH-60-Flugzeug am Dienstag zwei Hellfire-Raketen in den Maschinenraum des Panama-flaggen M/V Vela Nova feuerte. Das Schiff versuchte in diesem Zuge, den Golf von Oman zu durchqueren.
Centcom erklärte, dass die Maßnahme erfolgte, nachdem die zivile Besatzung des Schiffes wiederholte Warnungen der amerikanischen Streitkräfte ignoriert hatte. Mit dieser Aktion stellte das Schiff nicht länger die Route nach Iran dar. Iran äußerte sich zu dieser Angelegenheit bislang nicht. Die Vereinigten Staaten hatten die Blockade der iranischen Häfen im April begonnen, nachdem Versuche gescheitert waren, einen Konflikt zwischen den USA und dem Iran zu beenden.
In einer Stellungnahme auf der Plattform X teilte Centcom mit, dass das M/V Vela versuchte, einen iranischen Hafen ohne dessen Nennung anzusteuern. Die US-Blockade blieb in vollem Umfang in Kraft. Centcom berichtete zudem, dass bis zum 11. August 55 kommerzielle Schiffe, die die Sperre umgehen wollten, umgeleitet wurden. Darüber hinaus deaktivierte das Militär drei nicht konforme Schiffe und boardete zwei weitere.
Diese Vorgänge unterstrichen die anhaltende militärische Präsenz der Vereinigten Staaten in der Region. Die Reaktion des Militärs zeigte die Bereitschaft, die Durchsetzung der maritimen Sperre durchzusetzen. Die Zahlen belegten, dass die US-Militärführung aktiv gegen Versuche zur Umgehung der Sanktionen vorging.